Wegen ÜberfüllungBergisch-Gladbach: Norovirus-Patienten werden von Krankenhäusern nur im Notfall aufgenommen

Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfall - neben der aktuellen Grippewelle (Influenza), verbreitet sich auch das Norovirus in Deutschland. In Bergisch-Gladbach nehmen Krankenhäuser wegen Überfüllung nur noch Notfall-Patienten auf.

Die Grippewelle hält uns diesen Winter ziemlich in Schach. Aber auch das Norovirus breitete sich seit Herbst 2017 in Deutschland aus. Vor allem Anfang des Jahres stieg die Zahl rasant an, so wurden laut dem Hamburger Abendblatt 40 Fälle allein in Nordfriesland gemeldet. Zwar geht die Zahl langsam zurück, doch die Krankenhäuser sind immer noch maßvoll überfüllt.

So auch in Bergisch-Gladbach. Dort sind im Evangelischen Krankenhaus keine Aufnahmen von Norovirus-Patienten mehr möglich - es sei denn, es handelt sich um einen schweren Fall. „Bei uns ist vieles zusammengekommen, deshalb werden nur noch Notfallpatienten aufgenommen", erklärt Professor Dr. Hans-Peter Hermann gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Auf dem Höhepunkt der Grippewelle habe auch noch der hochansteckende Magen- und Darmvirus zugeschlagen und sogar zahlreiche Mitarbeiter außer Gefecht gesetzt. Alle Mitarbeiter sind derzeit dazu angehalten einen Mundschutz zu tragen. „Wir haben umfassende Hygiene-Maßnahmen getroffen, und die Patienten sind isoliert", so Hermann. Der Virus sei vermutlich durch Besucher, die sich in der Cafeteria aufhielten, in das Krankenhaus eingeschleust worden.

Jetzt sei laut Hermann ein neuer Magen-Darm-Virus auf dem Vormarsch. Das Tückische: Der Impfstoff für diese Art des Norovirus wirke nicht 100 Prozent, so Hermann.

Norovirus-Patienten nehmen Krankenhäuser in Bergisch-Gladbach nur im Notfall aufiStock

 

Totale Überfüllung der Krankenhäuser wegen Grippewelle 2018

Das Vinzenz-Pallotti-Hospital (VPH) und das Marien-Krankenhaus (MKH) nehmen ebenfalls nur noch Notfallpatienten auf. Zwar ist das Norovirus dort nicht ausgebrochen, aber die Krankenhäuser sind durch die Grippewelle einfach zu voll. "Aus Kapazitätsgründen wird bei der Aufnahme von Patienten genau geschaut, wer wirklich dringend stationär aufgenommen werden muss", erklärt Thomas Jörg Zbick, Sprecher der beiden Krankenhäuser.

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