StudieBerlin: Grundschüler schneiden bei der Rechtschreibung immer schlechter ab

Eine Studie der VERA 3 des Zentrums für Empirische Pädagogische Forschung, die dem Tagesspiegel vorliegen, enthüllte jetzt, dass über die Hälfte der Berliner Drittklässler nicht den von der Kultusministerkonferenz gesetzten Regelstandard im Bereich der Rechtschreibung schaffen.

Im Jahr 2016 hatte die Kultusministerkonferenz eine Studie an das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) gegeben. Schon damals zeigte sich: Nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Viertklässler schaffte den Regelstandard beim Schreiben.

Eine neue Studie der VERA 3, die bisher noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, legt nun dar, dass immer mehr Berliner Grundschüler aus der dritten Klasse den Standards nicht gerecht werden können. VERA 3 ließ 24.000 Grundschüler sogenannte Vergleichsarbeiten schreiben. Das schockierende Ergebnis: Drei Viertel von ihnen erreichten die Regelstandards im Bereich Rechtschreibung nicht und die Hälfte kommt nicht an die Mindestanforderungen heran.

Berlin: Grundschüler schneiden bei der Rechtschreibung immer schlechter abiStock

 

Schlechte Kenntnisse aufgrund der Methode "Schreiben lernen nach Gehör"

Ein möglicher Grund für die schlechten Rechtschreibkenntnisse sehen Bildungsexperten in der umstrittenen Methode „Schreiben lernen nach Gehör, die vor einigen Jahren in allen Bundesländern eingeführt wurde, in Hamburg und Baden-Württemberg aber wieder verboten ist. Sie erlaubt Grundschülern die Wörter so zu schreiben, wie sie sie hören. Dabei heraus kommt dann statt „Butter“ beispielsweise „Buda“. Eltern sollten ihr Kind nicht verbessern, da es ihnen den Spaß nehmen könne. 

Im August 2017 sagte Heinz-Peter Meidinger, der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, der Faz dazu: „Die derzeitige Generation von Schülern liest und schreibt so wenig wie keine zuvor, zumindest, was volle, komplexere Sätze betrifft."

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