Im Märkischen Viertel Berlin: Junge von Baumstumpf erschlagen - Polizei verdächtigt anderes Kind

In Berlin wurde ein Junge von einem Baumstumpf erschlagen. Das Holz wurde aus einem Hochhaus im Märkischen Viertel geworfen. Die Polizei verdächtigt der Tat aktuell ein anderes Kind.

 

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UPDATE

Wie die Polizei Berlin am Dienstagmittag mitteilte, gestand ein erst zehnjähriges Kind die Tat. Auswertungen von Videomaterial im Wohnhaus des Opfers führten schließlich zum jungen Täter. Beim Durchsuchen der elterlichen Wohnung wurde außerdem Kleidung gefunden, die bei der Tat getragen wurde. Das Motiv ist bisher noch unklar.

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Ibrahim war erst acht Jahre alt. Er spielte am Sonntagnachmittag mit Freunden und Verwandten vor den Hochhäusern im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf. Plötzlich traf den Jungen ein Baumstumpf am Kopf. Anwohner alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Der Notarzt versuchte vergebens Ibrahim zu reanimieren. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Junge noch an Ort und Stelle starb.

Die Polizei riegelte das Hochhaus ab und durchsuchte das 15-stöckige Gebäude systematisch. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft gehen von einer vorsätzlichen Tat aus. Der Birkenstumpf fiel nicht, sondern wurde geworfen, wie auch der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner erklärte: „Wir ermitteln wegen eines vorsätzlichen Tötungsdeliktes. Von einem Unglück gehen wir nicht aus.“

Wie Bild aus Ermittlungskreisen erfahren haben will, hat die Polizei bereits einen Verdächtigen im Visier. Dabei soll es sich um ein anderes Kind handeln, das beim Verlassen des Hauses gesehen wurde. Es soll ebenfalls aus der Nachbarschaft Ibrahims stammen und zehn Jahre alt sein. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Erste Gerüchte über die Tatbeteiligung eines Zwölfjährigen wurden von der Polizei Berlin am Dienstag dementiert.

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