PolitikBerlin: SPD fordert ein Böller-Verbot in der Hauptstadt

Die Berliner SPD plant schon zum Jahresende vor: Sie fordert jetzt ein Böller-Verbot in der Hauptstadt. Schon nächstes Silvester sollen Böller in bestimmten Zonen verboten werden.

Das Feuerwerk ist für viele Menschen zu einem fest etablierten Teil von Silvester geworden. Der Knall soll die bösen Geister vertreiben – und sorgt vor allem für kindliche Freude. Der Politik sind Böller jedoch ein Dorn im Auge.

Das liegt vor allem an der hohen Anzahl an Polizei- und Feuerwehreinsätzen in der Silvesternacht. Zum Jahreswechsel 2017/2018 wurden etwa 1800 Polizeieinsätze und 444 Brände gemeldet.

Daher fordert die Berliner SPD nun ein Böller-Verbot. Bereits zum Ende dieses Jahres sollen spezielle Erlaubsniszonen für Feuerwerk entstehen – woanders ist das Böllern dann untersagt. Insbesondere enge Bereiche der Innenstadt sollen dadurch geschützt werden.

Das Böller-Verbot würde auch die Feinstaubbelastung reduzieren. Zusätzlich zu den speziellen Erlaubniszonen fordern Politiker daher einen beschränkten Zeitraum, in dem Feuerwerk verkauft werden darf – vom 29. Bis zum 31. Dezember. So könnte vermieden werden, dass bereits vor Silvester so viel geböllert wird.

Jörg Strödter von der SPD sprach der Bild-Zeitung gegenüber von „kriegsähnlichen Zuständen“ zum Jahreswechsel. Es ginge nicht darum, Menschen den Spaß zu verderben, sondern vielmehr um den Schutz von Feuerwehr, Polizei und Berlinern, die ungestört feiern möchten.

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