Das Maß ist voll!Berlin: Wegen Gewalt und Drogen kündigt Leiterin von Spreewald-Grundschule ihren Job

Es scheint ein Trauerspiel um die Spreewald-Grundschule in Berlin zu sein. Mit Energie und neuen Ideen ging Doris Unzeitig vor fünf Jahren an ihre neue Aufgabe heran – doch nun gibt sie auf und kündigt ihren Job. Das sind die Gründe.

Sie war auf der Suche nach einer Herausforderung - und die bekam sie auch. Das schreibt Doris Unzeitig der „Bild“. „Ich wollte alles besser machen – für die Kinder, denn sie haben es verdient.“ Doch es wurde ihr schwer gemacht. Es kamen schulfremde Personen ins Gebäude. Sie rissen die Tür im Unterricht auf, um ein Kind zu besuchen, oder auch, um einfach Ärger zu machen. All das führte zu Auseinandersetzungen, zwischen verfeindeten Familienangehörigen, berichtet die ehemalige Direktorin der Grundschule gegenüber der „Bild“. Und damit nicht genug: "Überall Müll und Dreck. Unser Hausmeister wollte einen Drogensüchtigen vertreiben. Der entgegnete nur: 'Ich setz mir noch den Druck, dann geh ich.'"

Das Ergebnis: Das Aggressionspotenzial der Schüler stieg. „Wir hatten mehr als 30 Gewaltvorfälle, einige Mitarbeiter trauten sich kaum mehr in die Schule“, erinnert sich Unzeitig. „Die Schulkonferenz beschloss zu versuchen, mit einem Wachschutz mit dem andere Berliner Schulen bereits gute Erfahrungen gemacht haben, Abhilfe für unsere Probleme zu schaffen.“ Es kehrte Ruhe ein. Doch kurz danach untersagte die Bildungsverwaltung die Bonusgelder für den Wachschutz, die Gewalt nahm wieder zu. Nun hat sie genug und kündigt. „Meine Kräfte reichen nicht aus, um eine nachhaltige Veränderung der Arbeitsbedingungen der Lehrer und der Lernbedingungen der Schüler zu bewirken."

Vor fünf Jahren kam sie nach Berlin, um sich für die Kinder einzusetzen. Jetzt hat sie keine Kraft mehr und kehrt nach Österreich zurück. Hier verdiene man zwar, laut „news4teacher“, weniger als in Berlin, doch für Doris Unzeitig ist es die letzte Möglichkeit.

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