PartnerschaftBeziehung: So vermeidest du Streit mit dem 5-Minuten-Plan

In jeder Beziehung wird auch mal gestritten. Doch zu viel Streit kann zur Trennung führen. Mit dem 5-Minuten-Plan kann man Streit vermeiden, bevor er eintritt.

Paartherapeuten sind sich einig: Streiten gehört zu jeder Beziehung dazu. Vorsicht ist dennoch geboten. Wenn man sich nämlich zu häufig streitet, kann es auf Dauer die Partnerschaft belasten und sogar zu einer Trennung führen.

Die Eheberaterin Randi Gunther warnt: Konflikte nehmen mit der Zeit zu - und werden immer intensiver. Oft führt es dazu, dass Paare tagelang nicht miteinander sprechen - und damit den Streit nur noch schlimmer machen, statt eine Versöhnung herbei zu führen.

 

Der 5-Minuten-Plan hilft beim Beziehungs-Streit

Gunther empfiehlt Paaren, die zu Streit neigen, sich an dem sogenannten 5-Minuten-Plan zu orientieren. Der soll helfen, einen Streit so zu lösen, dass er der Beziehung nicht nachhaltig schadet. Wichtig dabei ist, diesen Plan gemeinsam "einzustudieren" - und zwar vor einem Streit. Und so sieht der 5-Minuten-Plan aus:

  • Probleme direkt ansprechen: Das wichtigste vor einem Streit ist, den Streit überhaupt erst zu beginnen. Ein Problem sollte direkt angesprochen werden. So lange es (noch) klein ist, kann man es einfacher und schneller lösen. Schiebt man das Ansprechen auf, wird das Problem größer. Wenn es dann "explodiert", schadet es der Beziehung erheblich mehr, als wenn man es frühzeitig und ehrlich aus der Welt schafft.
  • Erinnerungen wachrufen: Jeder sollte für sich selbst überlegen, ob ähnliche Konflikte auch in früheren Partnerschaften vorgekommen sind. Im Anschluss sollte man dem Partner offen und ehrlich davon berichten - das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit.
  • Argumente finden: Statt sich zu beschimpfen und (zu) emotional zu sein, sollte man sich vor einem Streit die Argumente zurecht legen - und zwar auf eine Art und Weise, in der es der Partner verstehen und nachvollziehen kann: Was stört? Wovor hat man Angst? Was erwartet man? Und vor allem: Was fühlt man? Ist man fertig, ist der Partner an der Reihe. Hier gilt es, den jeweils anderen ausreden zu lassen, nicht zu unterbrechen und aufmerksam zuzuhören.
  • Nicht persönlich nehmen: Man sollte möglichst versuchen, die Argumente aus der Perspektive einer außenstehenden Person aufzunehmen. Soll heißen: Sie sollten nicht persönlich genommen werden und man sollte nicht emotional darauf reagieren. So fällt es leichter, das Problem möglichst sachlich zu lösen.
  • Pause machen: Wenn man zu Beginn zu aufgewühlt oder wütend ist, hilft es, eine Pause einzulegen, eine Runde spazieren zu gehen, einen Film gucken, telefonieren oder ein Nickerchen machen - alles ist erlaubt, was ablenkt und die Gefühle etwas in Schach hält. Mit etwas Abstand lässt es sich "vernünftiger" streiten.
  • Etwas Spaßiges unternehmen: Ist der Streit einmal aufgelöst und die Versöhnung erfolgt, sollte man einen Schlussstrich ziehen und etwas tun, was Spaß macht - am besten gemeinsam...

(ww7)

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