Malaria-LösungBill Gates spendet 4 Millionen: Mit Mutanten-Mücken gegen Malaria

Microsoft-Gründer Bill Gates spendet mehrere Millionen an ein britisches Unternehmen, das Mutantenmücken züchten will, um das Malaria-Virus auszurotten.

Der 62-jährige Bill Gates unterstützt die britische Firma Oxitec bei ihrem Vorhaben, das Malariavirus einzudämmen, mit vier Millionen Dollar. Dafür soll die Malariamücke, die das Virus größtenteils überträgt, ausgerottet werden. Aufgrund der Infektionskrankheit sterben jährlich bis zu 400.000 Menschen in tropischen Teilen der Erde. Die Beteidigten versprechen sich, durch dieses Vorhaben Unmengen an Menschenleben zu retten.

 

Gezieltes Aussterben

Dabei verfolgt das Mücken-Projekt einen ganz außergewöhnlichen Ansatz. Die männliche Malariamücke soll gentechnisch so verändert werden, dass sich ihre Lebensdauer extrem verkürzt, sodass sie noch vor der Geschlechtsreife stirbt. Bei der Paarung wird dieser Effekt dann an die Weibchen und an die Nachkommen weitergegeben.

Da nur weibliche Mücken stechen, wäre die männliche Moskitoarmee für den Menschen völlig ungefährlich. Die Mückenmutanten können daher ungestört auf die weiblichen Mücken losgelassen werden und sie mit dem modifizierten Gen infizieren. Die neue Mückengeneration würde dann noch vor dem Erreichen des Erwachsenenalters sterben und könnte sich nicht weiter fortpflanzen. So soll das Insekt nur innerhalb einer Generation aussterben.

In der Pressemitteilung von Oxitec erklärt CEO Grey Frandsen: „Dank der Unterstützung und Partnerschaft mit der Bill & Melinda Gates Foundation tritt Oxitec mit einer leistungsfähigen und innovativen Vektorkontrolltechnologie den Kampf gegen Malaria an.“ Im Jahr 2020 soll das Projekt in die Testphase gehen.

 

Erste Erfolge

Genmanipulierte Mücken wurden von Oxitec erstmals 2012 in Südamerika eingesetzt, um erfolgreich das Zika-Virus auszurotten. Doch Tierschützer kritisieren das im Jahr 2002 gegründete Unternehmen für seinen harten und absoluten Eingriff in die Natur.

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