Seuche breitet sich ausBlauzungenkrankheit: Neue Sperrgebiete in Bayern und Baden-Würtemberg

Die Blauzungenkrankheit breitet sich immer weiter aus. Nun wurden in Baden-Württemberg und Bayern aus Sicherheitsgründen neue Sperrzonen errichtet.

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern haben mit der Blauzungenkrankheit zu kämpfen. Bereits vor drei Wochen war in einem landwirtschaftlichen Betrieb im baden-württembergischen Landkreis Calw der Ausbruch der Blauzungenkrankheit entdeckt worden. Das Landratsamt Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim richtete daher eine Sperrzone mit einem Radius von über 150 Kilometern ein. Betroffen waren Uffenheim sowie die Gemeinde Hemmersheim und die Gemeinde Simmershofen.

 

Blauzungenkrankheit: Sperrgebiete werden ausgeweitet

Nun wurde ein weiterer Krankheitsfall im Rems-Murr-Kreis, ebenfalls in Baden-Württemberg bekannt. Die Landratsämter haben daher ebenfalls ein Sperrgebiet für den gesamten Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim und den Landkreis Roth ausgerufen.

Auch die Stadt Nürnberg reagierte, nachdem auch dort ein weiterer Ausbruch der Blauzungenkrankheit gemeldet wurde. Das gesamte Stadtgebiet mit 48 Tierhaltungen mit 240 Schafen, 123 Rindern und 103 Ziegen wurde am 21. Februar ebenfalls zum Sperrgebiet erklärt. Damit gelten jetzt Regelungen, die unter anderem die Pflicht zur Bestandmeldung und ein Verbringungsverbot von ungeimpften Tieren in nicht gesperrte Zonen beinhalten.

Die bayerische Tierärztekammer und der Landesverband des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) empfehlen die Impfung der Tiere, denn so kann eine Ausbreitung reduziert werden.

 

Was ist die Blauzungenkrankheit?

Bei der Blauzungenkrankheit färbt sich die Zunge der erkrankten Tiere blau, die Schleimhäute der Tiere entzünden sich und es kann so Gefäßstauungen, Schwellungen und Blutungen kommen. Menschen können sich nicht infizieren. Die Erreger werden nicht über Fleisch, Milch oder Wolle übertragen.

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