SpeedmarathonBlitzmarathon 2017: Hier müssen sich Autofahrer in Acht nehmen

Blitzmarathon 2017: Hier müssen Autofahrer vorsichtig sein
In acht Bundesländern wird am Mittwoch, 19.04.2017, verstärkt geblitzt.
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Am 19.04.2017 ist es wieder so weit: In acht deutschen Bundesländern findet der Blitzmarathon statt. 24 Stunden lang wird dann besonders auf Raser geachtet.

In Bayern, Bremen, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Thüringen wird am Mittwoch, 19.04.2017, wieder vermehrt geblitzt. In Bremen und Hessen geht es bereits ab Mitternacht mit dem Blitzmarathon 2017 los. Hier wird dann schon verstärkt Jagd auf Raser gemacht. In Bayern und Brandenburg geht es ab 6 Uhr morgens los. Während hier die Blitzer bis Donnerstagmorgen um sechs Uhr stehen sollen, setzt man im Saarland noch bis Freitag auf vermehrte Geschwindigkeitskontrollen. Die Sachsen verlängern den Blitzmarathon 2017 bis Sonntag.

Für die Aktion, die in diesem Jahr unter dem Namen "Speedmarathon" läuft, werden allein in Bayern 1.900 Polizeibeamte im Einsatz sein.

 

Wo wird beim Blitzmarathon 2017 besonders viel kontrolliert?

Da zu schnelles Fahren immer noch als die häufigste Unfallursache gilt, wird vor allem an Streckenabschnitten, auf denen es zu vielen Unfällen kommt, viel kontrolliert. Außerdem will man Tempo-30-Zonen rund um Schulen und Kindergärten im Auge behalten.

 

Warum gibt es den Blitzmarathon?

Der Blitzmarathon findet 2017 bereits zum fünften Mal statt - und das nicht ohne Grund. Wie eine Untersuchung des Instituts für Straßenwesen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen im Jahr 2015 ergab, verringerte sich die Geschwindigkeit der Autofahrer in den ersten beiden Wochen nach dem Blitzmarathon. Durchschnittlich fuhren die Leute dann noch 3 Stundenkilometer weniger. Dies bedeutet statistisch gesehen, dass es 15 Prozent weniger Verletzte und Tote durch Verkehrsunfälle gab.

Obwohl der Blitzmarathon vorher angekündigt wird, wurden im letzten Jahr allein 72.000 Autofahrer erwischt, die zu schnell unterwegs waren. Ursprünglich entstand die Aktion in Nordrhein-Westfalen, um auf die Gefahr von zu hohen Geschwindigkeiten aufmerksam zu machen. Nach und nach beteiligten sich dann immer mehr Bundesländer. In diesem Jahr sind viele jedoch aus organisatorischen Gründen kurzfristig zurückgetreten. In Schleswig-Holstein beispielsweise soll das Personal fehlen, um die zusätzlichen Kontrollen durchzuführen.

Übrigens: Auch wenn die übrigen acht Bundesländer nicht offiziell am Blitzmarathon 2017 teilnehmen, werden doch auch hier zumindest teilweise vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Autofahrer sollten sich also allerorts an die vorgeschriebenen Begrenzungen halten - aber das ist ja sowieso ein guter Rat.

 

ww8

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