Gegen den SchlankheitswahnBloggerin Anne macht deutlich: "Die einzige Problemzone, die wir haben, ist unser Kopf"

Bloggerin Anne kämpft gegen den Schlankheitswahn
"Bin ich schön genug für diese Welt?" Diese Frage stellt sich Anne auf ihrem Blog.
Foto: Anne/ FutureMom - aus dem Leben einer werdenden Mami
Inhalt
  1. Wie sich die Schönheitsideale verändern
  2. Es gibt nur eine Problemzone: Unseren Kopf
  3. Wie der Schlankheitswahn Anne packte
  4. Ein Zeichen gegen den Figur-Wahnsinn setzen

Mit 17 Jahren litt Bloggerin Anne unter einer Essstörung, heute ist sie gesund und glücklich. Ihr Wunsch: Ein Zeichen gegen den verrückten Schlankheitswahn setzen.

"Es ist frustrierend, dass sich Frauen und Männer über den ganzen Planeten hinweg mit Diäten quälen, in der Hoffnung, ihrem Ideal auch nur ein Stückchen näher zu kommen", schreibt Anne auf ihrem Blog "FutureMom - aus dem Leben einer werdenden Mami". Insbesondere weil diese Ideale ihrer Meinung nach so unbeständig sind.

 

Wie sich die Schönheitsideale verändern

Es ist doch verrückt, dass wir immer versuchen, Schönheitsidealen hinterher zu jagen, die sich laufend verändern. In einer Gegenüberstellung der Figurtrends aus den letzten Jahrzehnten macht Anne es ganz deutlich. War es in den 20er-Jahren noch ein eher knabenhafter Körper, der als ideal galt, wurde in den 50ern der Figur von Marilyn Monroe nachgeeifert. Schön kurvig sollte es sein.

Aktuell gilt wiederum eine ganz andere Körperform als schick: "Heute: viel Busen. flacher Bauch, schmale Taille, Oberschenkellücke, großer Po, makellose Haut, gebräunt - was gibt es da noch zu sagen?"

 

Es gibt nur eine Problemzone: Unseren Kopf

Die Frage, die Anne sich stellt, ist: Warum glaubt eigentlich irgendjemand, dass er uns vorschreiben könnte, wie wir auszusehen haben?

In ihren eigenen Worten: "Was fällt den Modegurus ein, uns emanzipierten Frauen, die seit Jahrzehnten für ihre Gleichberechtigung in der Gesellschaft kämpfen, zu diktieren, wie wir auszusehen haben?! Wir sollten den Mut haben, zu sagen, dass wir schön sind. Jede und jeder auf ihre eigene, individuelle Weise."

Zwar möchte Anne anderen Frauen nicht absprechen, dass sie sich vielleicht wirklich besser fühlen, wenn sie viel Sport treiben oder versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. Wichtig ist aber, dass man sich im Klaren darüber ist, für wen man so hart arbeitet - für sich selbst oder für die anderen Menschen?

Diese Botschaft liegt der Bloggerin besonders am Herzen, weil sie selbst am eigenen Leib erfahren hat, was das Fixieren auf unnötige Schönheitsideale auslösen kann.

 

Wie der Schlankheitswahn Anne packte

Mit 17 Jahren fing alles an. Damals empfand sich Anne selbst als zu dick und hungerte sich schonungslos runter. "Ich konnte nicht mehr sitzen, weil ich keine Po-Muskulatur mehr hatte, die es mir bequem macht."

Alles wurde für die junge Frau zur Qual. In Restaurants traute sie sich nicht mehr, auch Kinobesuche fielen weg. "Die morgendliche Wiegeroutine entschied darüber, ob mein Tag gut oder schlecht werden sollte und ich legte bereits am Morgen fest, was mein Abendessen sein sollte."

Bloggerin Anne im Schlankheitswahn
"Ich war zarter als eine Porzellanpuppe", sagt Anne heute über sich.
Foto: Anne/ FutureMom - aus dem Leben einer werdenden Mami

Schließlich schaffte Anne den Sprung aus dem Teufelskreis, doch es war ein langer und harter Weg. Nach sieben Jahren kann sie nun sagen, dass sie es geschafft hat. Und das, ohne in einer Klinik gewesen zu sein.

Gerade weil sie selbst diese Erfahrung gemacht hat, ist es für Anne so schmerzhaft zu sehen, "wie sich tagtäglich Frauen knebeln und sich die Möglichkeit nehmen, einfach glücklich zu sein.

 

Ein Zeichen gegen den Figur-Wahnsinn setzen

Der erst kürzlich ziemlich viel diskutierte Film "Embrace" war es, der Anne dazu inspirierte diesen Beitrag auf ihrem Blog zu schreiben und ihre eigene Geschichte zu erzählen. Für sie ist alles gut ausgegangen. Nach Jahren, in denen sie gegen die Essstörung kämpfte, ist sie heute gesund und erwartet im Oktober ihr erstes Kind - eine kleine Tochter.

Am Ende ihres Beitrags schreibt Anne ganz deutlich, was sie ihr vorleben möchte: "(...) ich schwöre mir, dass ich ihr nicht den geringsten Anlass geben werde, jemals an sich zu zweifeln. Liebt euch, ihr Mamas, lebt und zeigt euren Kindern, wie man es richtig macht!"

Bloggerin Anne heute mit Babybauch
Heute zeigt sich Anne stolz mit ihrem Babybauch und ist voller Vorfreude.
Foto: Anne/ FutureMom - aus dem Leben einer werdenden Mami

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