BlutmangelBlutspender dringend gesucht! Uniklinik Düsseldorf meldet Blutmangel

Inhalt
  1. Saisonale Schwankung sorgt für Blutspender-Engpass
  2. 8 Blutgruppen und ihre Häufigkeit
  3. Die Blutspender-Kriterien

Die Uniklinik Düsseldorf sucht dringend Blutspender. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel nimmt die Zahl der Blutspender ab. Auch die Erkältungswelle ist Schuld.

Die Zahl der Blutspender ist in den letzten Wochen stark zurück gegangen. Grund dafür sind zum einen die Feiertage und die Urlaubszeit um den Jahreswechsel herum. Zum anderen aber auch die saisonale Erkältungswelle. Wer sein Blut spendet, muss gesund sein.

 

Saisonale Schwankung sorgt für Blutspender-Engpass

Vor allem die Uniklinik Düsseldorf wirbt nun verstärkt für neue Blutspender. Erstspender werden z.B. mit Kinogutscheinen gelockt. Denn: Zwar werden allein in der Uniklinik Düsseldorf rund 60.000 Blutpräparate im Jahr gespendet. Allerdings schätzt der Leiter der Blutspendezentrale die Anzahl der benötigten Spenden zwei- bis dreimal so hoch ein.

In Deutschland werden täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt. Grund dafür sind - laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) - vor allem

  • Krebserkrankungen
  • Magen- und Darmkrankheiten
  • Herzerkrankungen
  • Verletzungen aus Unfällen
  • Leber- und Nierenkrankheiten
  • Blutarmut und Blutkrankheiten
  • Komplikationen bei Geburten
  • Knochen- und Gelenkkrankheiten
 

8 Blutgruppen und ihre Häufigkeit

Gibt es zu wenig Blut in der Klinik, muss es von anderen Kliniken - z.B. auch aus anderen Städten - bestellt werden.  Je nach Blutgruppe - es gibt 8 verschiedene -, ist eine passende Spende schwer zu finden:

  • 37 % der deutschen Bevölkerung haben die Blutgruppe A+
  • 35 % haben die Blutgruppe 0+
  • 9 % haben die Blutgruppe B+
  • 6 % haben die Blutgruppe 0-
  • 6 % haben die Blutgruppe A-
  • 4 % haben die Blutgruppe AB+
  • 2 % haben die Blutgruppe B-
  • 1 % haben die Blutgruppe AB-
 

Die Blutspender-Kriterien

Bei einer Blutspende werden dem Spender 0,5 Liter Blut aus der Armvene abgenommen. Vor der Erstspende muss ein Fragebogen ausgefüllt werden, der Blutdruck und die Körpertemperatur werden gemessen, sowie der Hämoglobinwert des Blutes erfasst.

Doch nicht jeder darf überhaupt Blutspenden. Die Spenderkriterien sehen wie folgt aus:

  • zwischen 18 und 59 Jahre (ggf. auch älter - je nach ärztlicher individueller Entscheidung)
  • gesund sein (auch keine Erkältung, Grippe o.Ä.): leichte Infekte sollten mindestens eine Woche ausgeheilt sein; akute Infekte (z.B. Entzündungen, Magen-Darm-Grippe) mindestens 4 Wochen ausgeheilt sein; bei chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes, neurologische Erkrankungen, HIV- und Hepatitis-Kranke) darf kein Blut gespendet werden
  • Frauen dürfen alle 12 Wochen Blut spenden; Männer alle 8 Wochen
  • nach Endoskopien (Magen- oder Darmspiegelungen) müssen 4 Monate vergangen sein, bis man Blut spenden kann
  • nach Piercings, Tattoos, Akupunkturen oder Permanent-Make-Up müssen 4 Monate vergangen sein, bis man Blut spenden kann
  • nach einer professionellen Zahnreinigung muss 1 Woche vergangen sein, bis man Blut spenden kann
  • nach Reisen in Malariagebiete müssen 6 Monate vergangen sein, bis man Blut spenden kann

Zur Blutspende sollte man nicht mit leerem Magen gehen. Der Personalausweis oder Führerschein muss vorgelegt werden.

Wer Blut spenden möchte, kann sich beim DRK erkundigen (z.B. unter 0800 / 11 949 11) oder in einem Krankenhaus in seiner Nähe.

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(ww7)

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