VerbrechenBochum: Frau wird auf Friedhof mehrfach vergewaltigt

Am 18. Februar hat ein Mann am frühen Morgen eine 33-Jährige mehrfach auf einem Friedhof vergewaltigt. Der Straftäter ist für Sexualdelikte bekannt und sitzt in Untersuchungshaft.

Auf dem Blumenfriedhof an der Harpener Straße nahe der Bochumer Innenstadt wurde am 18. Februar um 6.30 Uhr eine Frau brutal überfallen. Der Täter zog der 33-Jährigen, die von einer Diskothek nach Hause wollte, die Kapuze über den Kopf, würgte sie, hielt ihr Mund und Nase zu und drückte sie auf den Boden. Dann befahl der Mann, die Frau solle sich ausziehen. Er verging sich mehrfach an ihr.

 

Täter saß schon mal in Haft wegen Vergewaltigung

Der 30-jährige Täter ist mehrfach vorbestraft, wurde zuletzt 2010 zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung verurteilt. Laut der Rheinischen Post soll der Mann an einem Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter teilgenommen haben und unauffällig gewesen sein - bis zum 18. Februar.

Kurz nach der aktuellen Tat sei der Täter auf einem Tankstellengelände gewesen und habe sich von einem Taxi abholen lassen. "Über Videomaterial der Tankstelle und aufgrund der Beschreibungen des Taxifahrers konnte der Mann in Kürze identifiziert und ein paar Tage später festgenommen werden," erzählte Oberstaatsanwalt Paul Jansen Bild. Er sitzt in Haft.

 

Fall sollte erst nicht an die Öffentlichkeit gelangen

Zunächst wurde der Fall um die Vergewaltigung geheim gehalten, um laut Staatsanwaltschaft das Opfer zu schützen. Die Polizei in Bochum sieht das kritisch: „Die Öffentlichkeit hat aus meiner Sicht ein Recht darauf, zu erfahren, dass von verurteilten Sexualstraftätern eine reale Gefahr ausgeht, wenn sie wieder draußen sind", sagte ein leitender Kriminalbeamter dazu. „Wenn etwas so Schreckliches wie in Bochum passiert, dann muss das auch beim Namen genannt werden. Ohne Wenn und Aber.

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