Gewalt

Bochum: Vater misshandelt sein 10 Wochen altes Baby zu Tode

Absolut unfassbar traurig: In Bochum hat ein Mann seinen 10 Wochen alten Sohn so lange misshandelt, bis das Baby starb. Der Vater ist wegen Mordes angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft.

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Ein 30-jähriger Mann aus Herne gestand nun vor Gericht, seinen 10 Wochen alten Sohn im Januar geschlagen, geschüttelt und zwischen den Beinen gequetscht zu haben. Der Säugling spuckte daraufhin Blut, wurde bewusstlos und starb schließlich an den brutalen und schweren Verletzungen. Der Rechtsmediziner sprach während des Prozesses von den schwersten Verletzungen, die er je an einem Baby gesehen habe. 

Baby getötet, weil es zu laut war

Der Angeklagte fühlte sich laut eigener Aussage durch seinen schreienden und unruhigen Sohn gestört. Laut Staatsanwaltschaft war der Auslöser für die unfassbare Gewalttat reine Wut. Der Mann ist wegen Mordes angeklagt, ihm droht eine lebenslange Gefängnisstrafe.
Die 32-jährige Mutter des Babys sah den Gewaltausbruch mit an - und griff nicht ein. Ihr drohen 7,5 Jahre Haft.

Am 27. September soll das Urteil gesprochen werden.

Bochum: Vater quetscht sein Baby zu Tode
Ein zwei Monate altes Baby wurde von seinem Vater zu Tode misshandelt. Foto: iStock

Statistik über Gewalt gegen Kinder

Leider hören und lesen wir häufig von Fällen wie diesen, in denen Babys zu Tode misshandelt werden. Genaue Zahlen darüber gibt es allerdings nicht. Der Kriminologe Kai Bussmann veröffentlichte 2008 eine Statistik, in der 2,5 Millionen Kinder in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Misshandlungen betroffen waren. Bussmann plädiert für eine neue Studie, die Dunkelziffer wird von Experten als sehr hoch eingeschätzt. Und Zahlen darüber, dass die häusliche Gewalt an Kindern zurückgeht, gibt es erschreckenderweise auch nicht.