Nächstes Gesetz

Böse Überraschung für Raucher: Das soll auch noch verboten werden!

Nach dem Verbot von Menthol-Zigaretten in der EU kommt schon jetzt die nächste schlechte Nachricht für Raucher.

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Seit dem 20. Mai ist aromatisierender Tabak in der ganzen EU verboten, weil sie den Tabakgeschmack überdecken und so zur Förderung des Konsums beitragen könnten. Doch das könnte nicht das einzige Verbot bleiben, das Raucher betrifft.

Koalition will Werbung für Tabakprodukte verbieten

Künftig soll in Deutschland auch die Werbung für Tabakprodukte grundsätzlich verboten werden. Bisher ist Werbung in diesem Bereich mit Einschränkungen möglich. Union und SPD haben jetzt einen gemeinsamen Gesetzesentwurf vorgelegt, der ein schrittweises Vorgehen vorsieht.

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"Ich bin froh, dass wir endlich gemeinsam mit der Union einen Gesetzentwurf für ein umfassendes Verbot der Tabak-Außenwerbung in den Bundestag einbringen können", sagte SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch der Deutschen Presse-Agentur.

Schrittweises Verbot ab 2022

Die große Koalition plant Plakatwerbung ab 2022 schrittweise zu verbieten. Auch Werbung für E-Zigaretten soll davon betroffen sein. Weitergehende Verbote sind zudem für Kinowerbung und Marketingaktionen vorgesehen. Am heutigen Freitag (29. Mai) will der Bundestag erstmals über das geplante Verbot beraten.

Der Plan der Koalition sieht vor, ab 1. Januar 2023 Reklame auf Außenflächen wie Plakatwänden oder Haltestellen für herkömmliche Tabakprodukte zu verbieten, ab dem 1. Januar 2024 dann für E-Zigaretten. Bereits ab dem 1. Januar 2021 soll Tabakwerbung im Kino bei Filmen, die für unter 18-Jährige freigegeben sind, untersagt sein.

Tabak-Werbung an den Verkaufsstellen weiter erlaubt

Über die herkömmliche Werbung hinaus soll auch das Verteilen von Gratis-Proben außerhalb der Geschäfte, wie es zum Beispiel bei Festivals vorkommt, verboten werden. Ebenfalls davon betroffen: Tabakprodukte als Gewinn bei Preisausschreiben. Dagegen weiterhin erlaubt bleiben soll Werbung direkt an den Verkaufsstellen.

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Mit den geplanten Verboten sollen vor allem Jugendliche weniger in Kontakt mit Tabak-Angeboten kommen. "Wir müssen gerade auch junge Menschen schützen, dass sie am besten erst gar nicht beginnen zu rauchen", so Ernährungsministerin Julia Klöckner gegenüber der Funke Mediengruppe.

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