BetrugsmascheBonn: Hausfrau spart mit "Trick" 8,99 Euro - jetzt steht sie vor Gericht

Eine 62-jährige Hausfrau aus Bonn etikettierte Preisschilder von Waren um, damit sie Geld spart. Nun steht sie vor Gericht. Ihr droht eine einmonatige Haftstrafe, wenn sie in ihrer Bewährungszeit rückfällig wird.

Ein Wein-Kapselschneider in einem Baumarkt hatte es der Bonner Hausfrau im August 2017 anscheinend angetan. Doch der 62-Jährigen gefiel der Preis von 10,99 Euro nicht, also suchte sie sich ein Sonderpreisschild über zwei Euro - und klebte es auf den Kapselschneider. Nachdem sie die Ware bezahlt hatte, wurde sie von dem Ladendetektiv des Marktes auf dem Parkplatz angehalten. Die Bonnerin rückte das Produkt ohne zu Zögern raus. „Auf die Rückgabe der zwei Euro verzichtete sie großzügig“, erzählt Amtsgerichtsdirektorin Birgit Niepmann.

 

Hausfrau ettkierte schon mal Ware um

Wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug wurde die - wie ironisch - gelernte Anwaltsgehilfin zu einem Monat auf Bewährung verurteilt. Da sie in der Vergangenheit wegen ähnlicher Taten auffällig war, muss sie sich ab jetzt ruhig verhalten. Ansonsten droht ihr das Gefängnis.

Die 62-Jährige hatte Ende 2014 in einem Bonner Kaufhaus mehrere Preise manipuliert, darunter eine Naturkosmetik-Creme. Diese sollte ursprünglich 59,95 Euro kosten. Die Dame klebte auch hier einen Sonderpreis drauf. Als sie nach dem Bezahlen von 2,95 Euro das Geschäft verlassen wollte, hielten sie zwei Ladendetektive an. 

Zwei Jahre später, im Oktober 2016, wurde die Hausfrau in dem oben genannten Bonner Baummarkt erwischt, als sie eine Butterdose der Marke „Blomus“ von 30 auf nur einen Euro umetikettierte. Sie musste eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro zahlen.

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