Verzweifelte RettungsaktionWohnungsbrand in Premnitz: Vater wirft zweijährigen Sohn aus dem Fenster im 4. Stock

Seine Wohnung im vierten Stock stand lichterloh in Flammen. Um seinen zweijährigen Sohn zu retten, schmiss ein 21-jähriger Vater aus Premnitz den Kleinen aus dem Fenster. 
 

Wie groß muss seine Verzweiflung gewesen sein? Bei einem Wohnungsbrand in Premnitz sah ein junger Vater keinen anderen Ausweg, als seinen zweijährigen Sohn aus dem Fenster im vierten Stock zu werfen.

Vorbereitet sein: Was tun, wenn es in der Küche brennt?

 

Verzweifelte Rettungsaktion in Premnitz

Am späten Montagnachmittag [17. Dezember] war die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand ausgerückt, der im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen war. Vor Ort fanden die Lebensretter die betroffene Wohnung allerdings schon lichterloh brennend vor. 
Besonders dramatisch: Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr waren der 21-jährige Bewohner und sein zwei Jahre alter Sohn ohne Fluchtmöglichkeit gefangen gewesen und in seiner Verzweiflung hatte der Vater sein Kind aus dem Wohnungsfenster im vierten Stock geworfen! Kurz zuvor hatten geistesgegenwärtige Nachbarn, die sich bereits aus dem Haus gerettet hatten, eine Matratze aus einem nahegelegenen Sperrmüllhaufen gezogen und sie für das Kleinkind zurecht gelegt. So wurde der Kleine zwar verletzt, entkam allerdings der Flammenhölle.
"So etwas habe ich in meinen 30 Dienstjahren noch nicht erlebt, die Familie hatte großes Glück", kommentierte Stadtbrandmeister Olaf Thiem von der Feuerwehr Premnitz das Geschehen laut der Nachrichtenagentur 'Nonstopnews'.

 

Vater erlitt schwere Verbrennungen

Gerade noch rechtzeitig war die Feuerwehr eingetroffen: Der 21-jährige Mann hatte sich, nachdem er seinen Sohn aus dem Fenster geworfen hatte, auf die Fensterbank retten können und wurde von dort aus in Sicherheit gebracht. Er erlitt schwere Brandverletzungen und musste – wie sein Sohn – im Krankenhaus behandelt werden. Beide Überlebenden erlitten außerdem eine Rauchgasvergiftung.  
Drei Stunden brauchte die Feuerwehr, um das Feuer vollständig zu löschen. Während dieser Zeit wurden die 25 übrigen Bewohner des Mietshauses in einer Turnhalle untergebracht. Die Brandwohnung ist komplett zerstört und die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei stellt in diesen Stunden Ermittlungen zur Brandursache an. 

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