HochzeitswahnBrautjungfern-Verträge: Wehe, wenn du zu dick wirst

Verträge für Brautjungfern? Das klingt doch nach einem schlechten Scherz. In den USA entwickelt sich das aber langsam zu einer neuen Praxis - die rechtsgültig ist.

Verträge für Brautjungfern: Wehe dir, wenn du zu dick wirst
Gewicht, Haarfarbe, Kleid - alles kann vertraglich festgelegt werden.
Foto: iStock

Niemand möchte einer Braut das Recht absprechen, ihren Hochzeitstag so zu gestalten, wie sie ihn am liebsten haben möchte. Doch ist es wirklich nötig, dafür Verträge mit seinen Brautjungfern abzuschließen? Einige Bräute in den USA sind offenbar dieser Meinung. Es kommt tatsächlich vor, dass Brautjungfern im Vorwege einen Vertrag unterzeichnen müssen, laut dem sie am Tag der Hochzeit wie auch schon vorher bestimmte Bedingungen erfüllen müssen.

Darunter fällt zum Beispiel auch das Gewicht der Brautjungfern. Einige Bräute behalten es sich vor, ihren lieben Freundinnen und Verwandten vorzuschreiben, wie viel sie vor dem Hochzeitstag maximal zunehmen dürfen. Auch die Farbe der Haare soll im Vorfeld häufig mit der Braut abgesprochen werden. Kurzfristige Friseurbesuche könnten sonst ja dazu führen, dass die Hochzeitsfotos nicht wie gewünscht aussehen. Es gab auch schon den Fall, dass eine Braut von ihrer Brautjungfer verlangte, sich die Haare zu färben, damit diese besser zum farblichen Konzept der Hochzeit passen. Kein Scherz: Einige Brautjungfern verpflichten sich sogar vertraglich dazu, sich einige Wochen vor der Hochzeit besonders gut um ihre Haare, ihre Haut und ihre Nägel zu kümmern.

Auch am Hochzeitstag selbst wird von den Brautjungfern so einiges erwartet. Beispielsweise soll die Begleitung angemessen sein. Außerdem wird erwartet, dass immer ein Lächeln und eine gute Stimmung zur Schau getragen wird. Party auf Knopfdruck sozusagen.

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Und was passiert, wenn man es wagt, die vertraglich festgelegten Bedingungen nicht zu erfüllen? Da gilt das Motto: Wer nicht spurt, fliegt.

Es soll schon vorgekommen sein, dass Brautjungfern nicht an der Hochzeit teilnehmen durften, weil die Braut nicht mit ihnen zufrieden war. Noch schlimmer ist es allerdings, dass Bräute sogar dazu übergehen können, ihre vertragsbrüchig gewordenen Brautjungfern zu verklagen. Und wer tatsächlich einen solchen Brautjungfern-Vertrag unterzeichnet, kann theoretisch vor Gericht im Fall eines Vertragsbruch angeklagt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Braut gewinnt, ist hoch.

Wir meinen: Wenn eine Freundin verlangt, dass man als ihre Brautjungfer erst einen Vertrag unterschreibt, sollte man es sich noch einmal ganz genau überlegen, ob es das wirklich wert ist...

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