StudieBrustkrebs: Neues Medikament soll Chance auf Heilung erhöhen

Für Brustkrebs-Patientinnen gibt neue Hoffnung: Eine US-Studie fand heraus, dass die Substanz Ribociclib die Sterberate sinken und die Heilungschancen auf bis zu 70 Prozent steigen lässt.

Eine neue Brustkrebs-Therapie erhöht laut einer aktuellen amerikanischen Studie die Chance auf Heilung um 70 Prozent nach dreieinhalb Jahren. Vor allem Frauen, die Brustkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium haben, kann vielleicht geholfen werden. Insgesamt nahmen 672 Frauen unter 60 Jahren an der Studie teil. Eine Gruppe erhielt ein Placebo. Dort lag die Sterberate um 29 Prozent höher als bei den Teilnehmerinnen, die Ribociclib bekamen. Die Ergebnisse wurde auf der Jahrestagung der "American Society of Clinical Oncology" in Chicago präsentiert.

 

Brustkrebs: So wirkt Ribociclib

Die Untersuchungen konzentrierten sich auf die am weitesten verbreitete Form von Brustkrebs. Die steht im Zusammenhang mit dem Hormon Östrogen. In der Regel wird diese Art von Brustkrebs mit einer Antihormontherapie behandelt. "In Kombination mit dem Wirkstoff Ribociclib ließen sich aber deutlich bessere Ergebnisse erzielen", sagte die Studienleiterin Dr. Sara Hurvitz. Die Substanz Ribociclib sorgt dafür, dass die Aktivität von Enzymen, welche die Teilung der Krebszellen beeinflussen, gehemmt wird

Brustkrebs ist mit etwa 30,5 Prozent die weltweit häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau, jährlich kommen 46.000 Neuerkrankungen hinzu.

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