Colour-CodedWenn deine Kleidung diese Farben hat, kommst du im Büro gut an

Farben machen Leute. Das ist zwar so direkt kein Sprichwort, aber dennoch wahr. Die Psychologie zeigt: Bestimmte Farben sind geeigneter für den Job, als andere. Welche das sind, erfährst du hier.

Wenn in der Büromode in den letzten Jahren eines passiert ist, dann doch Folgendes: Strenge Dresscodes haben sich gelockert. Arbeitet man nicht gerade in einer Bank müssen längst nicht mehr Männer mit Krawatte und Frauen in Kostüm erscheinen. Dennoch gilt zumindest außerhalb der kreativen Industrien in der Regel trotzdem nach wie vor die Devise: Je schlichter, desto besser. Schließlich möchte man am liebsten nichts falsch machen und schon gar nicht negativ auffallen. Doch wusstest du, dass neben dem Selbstverständlichem (wie zum Beispiel kein Minirock im Büro) vor allem unsere Farbwahl maßgeblich beeinflusst, wie wir im Job wahrgenommen werden? Das liegt vor allem daran, dass wir Menschen es lieben, unsere Mitmenschen in Schubladen zu stecken. Das hilft dabei, die Komplexität unseres Alltags zu reduzieren und unsere Gedankenwelt überschaubarer zu gestalten. Farben können das Schubladen-Denken insofern unterstützen, dass sie – wenn auch unterbewusst – unsere Gefühlslage beeinflussen. Daher stammen übrigens auch Assoziationen, wie „Meeresblau“ oder „Waldgrün“, die sofort Gefühle in uns auslösen.

Und so sind auch bestimmte Farben mit bestimmten Attributen behaftet: „Faul“ „zuverlässig“ „eingebildet“ – all das können unsere Kollegen mit der Wahl unseres Büro-Outfits in Verbindung bringen. Welche Farben im Büro für welchen Eindruck sorgen, erfährst du hier.

Lila im Job? Ob das geht, erfährst du hier
Lila im Job? Ob das geht, erfährst du hier.
Foto: GettyImages
 

Wie nehmen mich meine Kollegen wahr in der Farbe...

...Blau?

Als universelle Lieblingsfarbe (vor allem, was Kleidung angeht), kann man mit Blau wenig falsch machen. Die kühle Farbe strahlt – vor allem weil sie traditionell als eher konservativ gilt – Sicherheit, Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit und Professionalität aus. Aber Vorsicht: Das gilt nur für Dunkelblau! Helle Blautöne mögen zwar im Trend liegen, sie wirken jedoch jugendlicher und büßen damit eine Menge wahrgenommene Professionalität ein.

...Grau?

Auch Grau gehört zu den sogenannten Kompetenzfarben. Hier gibt es jedoch keinerlei Einschränkungen in der Schattierung. Die gedeckte Farbe strahlt neben Erfahrung, Kultiviertheit und Ehrlichkeit vor allem Bescheidenheit aus – eine Eigenschaft, die vor allem in der deutschen Arbeitswelt geschätzt wird. Doch genau das kann auch schnell zum Verhängnis werden: Viel grau und wenig „starke“ Farben, wie Schwarz oder Rot, kann für Kollegen auf ein geringes Selbstbewusstsein hinweisen.

...Schwarz?

Die Farbe Schwarz hat zunächst einen offensichtlichen Vorteil: Sie lässt schlanker wirken! Allein schon deshalb greifen in der Arbeitswelt viele zu ihr. Gleichzeitig kann sie weltgewandt und cool wirken. Doch ihr wird auch noch eine zweite Bedeutung zugeschrieben: Zusätzlich ist Schwarz nämlich auch die Farbe von Autorität und Macht: Ihr träger wirkt dominant und ehrgeizig. So ist Schwarz eher mit Vorsicht zu genießen, denn die Wirkung kann in beide Richtungen gehen. Zwischen mondäner Coolness und machtbesessenem Egoismus liegt hier nur ein schmaler Grad. Wer nicht aufpasst kann in der traditionellen Trauerfarbe außerdem schnell etwas morbide wirken.

...Weiß?

In der Geschäftswelt ist Weiß vor allem in Form von Blusen und Hemden zu finden: Sie gibt dir im wahrsten Sinne des Wortes eine weiße Weste und strahlt Reinheit, Bescheidenheit und Ehrlichkeit aus. Doch wer nicht gerade in einer kreativen Branche arbeitet, sollte mit zu viel weiß eher vorsichtig sein: Die helle Farbe sticht schließlich sofort ins Auge und blendet schon fast. Vor allem weiße Hosen sind in der Arbeitswelt zum Beispiel traditionell eher Pflegepersonal vorbehalten.

...Grün?

An Grün trauen sich eher wenige Arbeitnehmer heran. Eigentlich schade – vor allem jetzt, da es eine der Trendfarben der Saison ist. Als Farbe der Natur und der Hoffnung strahlt Grün zwar Zuverlässigkeit, Empathie und Bescheidenheit aus, doch wer den falschen Farbton wählt, kann auch schnell als „Öko“ abgestempelt werden. Als „weiche“ Farbe ist Grün außerdem nicht zwingend die richtige Wahl für alle, die karrieretechnisch auf der Überholspur fahren – hier empfehlen sich eher starke Farben. In sozialen Berufen strahlt ein dunkles Grün jedoch Verlässlichkeit aus, ohne einzuschüchtern – ein solides Bild also.

...Rot?

Rot fällt auf und steht für Durchsetzungsvermögen. Schließlich wird es neben der Liebe auch mittelalterlichen Königen zugeschrieben.  Rot ist also genau das Richtige für einen starken, selbstbewussten Auftritt und symbolisiert Macht und Seriosität. Doch auch hier gibt es eine Kehrseite: Ein kräftiges Rot agiert unterbewusst als Aggressor, glauben doch einige Forscher, dass sich der Blutdruck eines Menschen beim Anblick der Farbe erhöht. Wer es also nicht übertreiben will, greift lieber zu Weinrot.

...Braun?

Wie verhält es sich nun eigentlich mit der Trendfarbe der Stunde? Der neugewonnene Trendstatus macht Braun gewissermaßen zur Grauzone. Wer coole Trendteile in der warmen Farbe kauft, der punktet zumindest in der kommenden Saison garantiert. Langfristig gesehen ist Braun im Job jedoch eher schwierig: In der Regel gilt die Farbe als langweilig und ideenlos. Eine Alternative kann Beige sein, doch auch hier ist Kombinationskunst gefragt, um nicht als langweilig abgestempelt zu werden.

 

Diese Farben solltest du im Beruf eher vermeiden

Wer gern Knallfarben trägt, muss jetzt stark sein: Die meisten sommerlich-knalligen Farbtöne gehen im Büro leider gar nicht. Wer nicht gerade in der Modebranche oder in einem ähnlich kreativen Beruf arbeitet, sollte sich was die Farbwahl anbelangt lieber auf einfache Farbpsychologie statt auf aktuelle Trends verlassen: Gelb – die Trendfarbe des vergangenen Sommers – zum Beispiel wirkt schnell aufdringlich. Ähnlich verhält es sich mit Orange – übrigens eine der unbeliebtesten Farben der Deutschen.

Pink – momentan in der Mode immer gern an (Cord-)Blazern gesehen – wird leider noch immer als zu feminin wahrgenommen und kann dafür sorgen, dass du nicht für „voll“ genommen wirst. Gleiches gilt für Lila.

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