Stiftung WarentestButter bei Stiftung Warentest: Kerrygold fällt durch, Eigenmarken überzeugen

Stiftung Warentest hat mehrere Butter-Sorten untersucht. Kerrygold gilt als angesehene Marke – doch ausgerechnet diese Butter fiel im Test durch. Dafür überraschten viele Discounter-Produkte…

Inhalt
  1. Keime in Kerrygolds Süßrahmbutter
  2. Stellungnahme: Jetzt spricht Kerrygold
  3. Gute Butter muss nicht teuer sein

Insgesamt 30 Butter-Sorten hatten die Tester unter die Lupe genommen. Damit deckten sie die gesamte Bandbreite von Bio über Marke bis zum Discounter-Produkt ab.

Die Ergebnisse sind bei dieser Untersuchung insgesamt positiv: Jede zweite Butter schnitt mit „gut“ ab. Umso mehr stechen jedoch die schwarzen Schafe heraus. Genauer gesagt: Die glückliche Kuh auf der grünen Wiese. Mit der wirbt Kerrygold seit Jahren für Butter.

 

Keime in Kerrygolds Süßrahmbutter

Gepaart mit irischem Akzent schaffen die naturnahen Bilder Vertrauen. Das aufwendige Markenimage hat seinen Preis, günstig ist die Butter nämlich keinesfalls, was wiederum für viele Kunden ein Qualitätsmerkmal ist. Doch ausgerechnet das Kerrygold-Produkt wurde mit „mangelhaft“ und damit am schlechtesten bewertet. 

Der Grund: Die „Original Irische Süßrahm-Butter“ steckt voller Keime. Das ergab eine Laboruntersuchung. Auch die Süßrahmbutter von Edeka enthielt zu viele Erreger.

Die Gesamtkeimzahl lag bei den Produkten so hoch, dass Stiftung Warentest sogar vor dem Produkt warnen muss. Immungeschwächte Menschen sollten vom Verzehr der Butter absehen. Woher kommen die Keime? Als Ursache vermuten die Tester eine mangelnde Hygiene bei der Herstellung der Butter.

Trotzdem sollten Kunden jetzt nicht den Kopf hängen lassen. Das negative Ergebnis betrifft lediglich die Süßrahmbutter. Mildgesäuerte Butter von Kerrygold schnitt hingegen knapp gut ab.

 

Stellungnahme: Jetzt spricht Kerrygold

Mittlerweile hat sich das Unternehmen zu den Ergebnissen der Stiftung Warentest geäußert. Kerrygold gibt an, die Dokumentation des entsprechenden Produktionstages, von dem die Proben stammen, noch einmal geprüft zu haben. Die Süßrahmbutter soll in einem einwandfreien Zustand ausgeliefert worden sein. Demnach ließe sich die hohe Keimanzahl am ehesten mit einer Unterbrechung der Kühlkette erklären. Die untersuchte Charge sei mittlerweile nicht mehr im Handel - sie wurde bereits im November 2017 getestet.

Zudem weist Kerrygold daraufhin, dass alle Produkte regelmäßigen Qualitätskontrollen, unter anderem im März 2018 vom TÜV Rheinland, unterzogen werden.  Die letzte Hygieneprüfung fand im Februar 2018 statt. Den Vorwurf der hohen Keimbelastung weist das Unternehmen daher offiziell zurück.

 

Gute Butter muss nicht teuer sein

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Denn jetzt kann der Verbraucher Geld sparen und dafür guten Gewissens zur Eigenmarke greifen. Gute Butter muss nämlich nicht teuer sein. Testsieger wurde das Produkt der Edeka-Marke „Gut&Günstig“, das mit einem Preis von 1,29 Euro zu den günstigsten getesteten Sorten gehörte. Den ersten Plartz teilt die Butter sich mit der Marke "Sachsenmilch" (2,39 Euro). Es folgen mildgesäuerte Sorten von Aldi Süd und Frau Antje, die Stiftung Warentest ebenfalls empfiehlt.

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