HeilpilzChaga-Pilz: Wie der Schiefe Schillerporling vor Krankheiten schützt

Der Chaga-Pilz, auch Schiefer Schillerporling genannt, ist schon lange in der Volksmedizin der Skandinavier und Sibirer bekannt - schließlich stärkt er das Immunsystem. Tierversuche bestätigen dem Pilz sogar eine krebshemmende Wirkung.

Inhalt
  1. Was ist Chaga?
  2. Was kann der Chaga-Pilz?
  3. Wie kocht man Chaga-Pilz-Tee?

Dieser Pilz ist ein wahres Wundermittel: Er enthält zahlreiche entzündungshemmende Substanzen, stärkt das Immunsystem und wird gerne sowohl als Prävention als auch zur Heilung von Erkältungen verwendet. Kein Wunder, dass der Chaga-Pilz vor allem in nördlichen Erdteilen wie Skandinavien und Sibirien weit verbreitet ist. In Folge der derzeitigen Grippewelle wird der Schiefe Schillerporling nun auch in Deutschland immer beliebter.

 

Was ist Chaga?

Der Chaga-Pilz (Inonotus obliquus) ist im deutschsprachigen Raum als Schiefer Schillerporling bekannt. Er gehört zur Ordnung der Borstenscheiblingsartigen. und wurde einst in Russland entdeckt.

Der Chaga-Pilz hat einen in der Regel 5 bis 10 Millimeter dicken Fruchtkörper - der in Ausnahmefällen auch bis zu einem Meter lang werden kann.

Frisch ist der Heilpilz ledrig, getrocknet dagegen spröde und brüchig. Die schwarzen Knollen des Chaga-Pilzes wachsen 40 bis 70 Jahre lang als Parasit auf Baumstämmen. In erster Linie sind Birken, Erlen, Buchen und Eichen von dem Weißfäule-Pilz betroffen. Die begehrten Chaga-Pilz-Knollen bilden sich allerdings nur auf Birken und Erlen.

Die Chaga-Knollen sind innen bräunlich mit weißlichen Spuren (s. Foto). Die Knollen werden manchmal mit Verwachsungen an Bäumen verwechselt - hier ist Vorsicht angesagt!

Chaga-Pilz als Tee
Aus dem Chaga-Pilz lässt sich Tee zubereiten. Vor allem in Sibirien und Skandinavien, aber auch in Japan und Korea, wird der Pilz als Hausmittel geschätzt
Foto: iStock
 

Was kann der Chaga-Pilz?

Der Chaga-Pilz gilt vor allem in Skandinavien, Russland, Osteuropa, Zentralasien, Japan und Korea vor. Auch in Lappland, Kanada, der Mongolei und China ist der Pilz zu finden. In der russischen Volksmedizin werden die Knollen seit ca. 800 bis 500 Jahren als Heilmittel gegen Tumore angewendet - meist in Form von Tee bzw. Heißwasser-Extrakt, der aus dem ganzen Pilz gewonnen werden kann.

Inzwischen haben Labor- und Tierversuche eine krebshemmende Wirkung nachgewiesen. Am Menschen gab es noch keine Versuche. Fakt ist aber: Die Chaga-Extrakte wirken

  • entzündungshemmend
  • schützen die Leber
  • schützen die Bauchspeicheldrüse
  • bekämpft Müdigkeit
  • regt die Verdauung an (und hilft beim Abnehmen)
  • hilft bei Magengeschwüren
  • hilft bei Grippe  und Erkältungen
  • stärkt die mentale Gesundheit (unterbindet oxidativen Stress)

Eigentlich wenig verwunderlich - schließlich haben Untersuchungen ergeben, dass Chaga über 200 biologische Substanzen enthält. Unter anderem ist Chaga reich an Vitamin C und B-Vitaminen, Melanin, Zink und Aminosäuren (167 Kalorien und 33 g Kohlenhydraten pro 100 Gramm). Untersuchungen ergaben: Je kälter das Klima, in dem der Pilz wächst, desto reicher ist er an Nährstoffen.

So kommt es, dass Inhaltsstoffe des Chaga-Pilzes auch blutverdünnend wirken und den Blutzucker senken können. Wie bei allen Heilmitteln kommt es auch beim Chaga-Pilz auf die Dosis an: Zu viel kann schädlich sein.

 

Wie kocht man Chaga-Pilz-Tee?

Für einen Chaga-Tee wird der Pilz getrocknet und gemahlen. Anschließend kann das Pulver als Tee aufgegossen werden. Geschmacklich kommt er schwarzem Tee nahe.

Doch Achtung: Pulver ist nicht gleich Pulver. Wirklich effektiv ist der Chaga-Tee nur, wenn das aus ihm gewonnene Pulver nicht verunreinigt ist, sauber und trocken gelagert wird, nicht in Plastik- oder Aluminiumtüten verpackt wird (sonst kann er schimmeln; besser: Papiertüten) und der Pilz mindestens 5 Jahre alt ist (jünger enthält er kaum Wirkstoffe). Zudem ist eine professionelle Beratung vor dem Kauf ratsam.

Wie beliebt der Chaga-Pilz in Russland ist, kann man in dem Buch Krebsstation des Literatur-Nobelpreisträgers (1970) Alexander Solschenitsyn nachlesen. Das Buch handelt von einem Patienten, der mit Hilfe des Chaga-Pilzes seinen Krebs besiegt. Leider ist die Geschichte fiktiv - noch.

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