Modisches ComebackCome as you are: Darum kehrt Grunge in die Mode zurück

Nach den 90ern feiert jetzt auch der Grunge ein Mode-Comeback. Wir verraten, was den Look der Bewegung ausmacht und wie du ihn heute stylen kannst.

Inhalt
  1. Darum kommt der Grunge jetzt zurück
  2. Grunge-Mode: Die Basics
  3. Layering: Im Grunge gehört zusammen, was nicht zusammen passt
  4. Grunge: Komm und sei wie du bist

Come as you are – die meisten von uns denken zuerst an Musik, wenn das Stichwort Grunge fällt. Und anders als bei dem Dresscode „Come as you are“ darf die Message des Grunge wörtlich verstanden werden: Komm wie du bist! Unkonventionell darf und soll es sein – ein individuelles und unangepasstes Aussehen ist das Ziel. Dabei hat natürlich auch der Grunge modisch betrachtet typische Elemente. Der schmale Grat liegt also irgendwo zwischen der eigenen Persönlichkeit, Unangepasstheit und dem typischen Grunge-Styling, das aber eigentlich nicht nur zwang-, sondern auch mühelos sein soll.

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Der Grunge kehrt mit seiner Message zurück: Come as you are!
Foto: Getty Images / Ben Gabbe
 

Darum kommt der Grunge jetzt zurück

Das Mode-Karussell dreht sich und irgendwann kommt alles wieder… Aber warum jetzt? Warum legt Marc Jacobs seine legendäre Grunge-Kollektion von 1993 jetzt neu auf? Ist es ein Zufall oder erneut Ausdruck einer Generation? Ob Zufall oder nicht – der Grunge passt in unser Heute. Denn heute wie damals spüren wir den Druck uns anzupassen – und dieser Druck ist durch Phänomene wie Instagram und Co. sogar noch viel größer geworden. Vielleicht ist der Grunge in der Gegenwart ein kleiner modischer Weckruf: Das Leben ist keine Aneinanderreihung glitzernder Selfies – es ist nicht nur ok, sondern schön, sich die Freiheit zu nehmen nicht perfekt zu sein.

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Der Grunge kehrt mit seiner Message zurück: Come as you are!
Foto: Getty Images / Ben Gabbe
 

Grunge-Mode: Die Basics

Wörtlich bedeutet „Grunge“ so viel wie „Schmutz“. In Bezug auf die Mode übersetzen wir etwas freier – das Motto lautet: Nicht herausputzen und alles was glitzert darf gern zu Hause bleiben. Dafür können Materialien gerne ausgewaschen und löchrig oder auch unfertig sein – zum Beispiel mit offenen Säumen. Dr. – oder besser bekannt als „Doc“ Martens-Boots oder Chucks und karierte Flanellhemden sind typische Styling-Zutaten für einen Grunge-Look, aber auch Slip-Dresses und Blümchenmuster, Netzstrumpfhosen und Jeansjacken dürfen wild und gerne auch miteinander kombiniert werden.

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Der Grunge kehrt mit seiner Message zurück: Come as you are!
Foto: Getty Images / Ben Gabbe
 

Layering: Im Grunge gehört zusammen, was nicht zusammen passt

Der Maxi-Blümchenrock und die Chucks, das Spitzen-Kleid zur zerrissenen Jeans, die abgerockte Strickmütze zum feinen Trenchcoat – „Grunge“ bedeutet auch und vor allem, zu kombinieren, was konventionellerweise nicht zueinander passt. Es bedeutet gewissermaßen Mut zur Hässlichkeit: Der Körper muss oder soll hier nicht durch Kleidung zu einem bestimmten Körpertypen optimiert werden. Im Gegenteil: „Unvorteilhafte“ Formen und Farben, wie oversized oder kastig geschnittene Oberteile, aber auch Hochwasserhosen mit Schlag und Streifenmuster machen ein Grunge-Outfit aus. Letztendlich kann nicht nur alles miteinander kombiniert werden, sondern auch so viel wie möglich.

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Der Grunge kehrt mit seiner Message zurück: Come as you are!
Foto: Getty Images / Ben Gabbe
 

Grunge: Komm und sei wie du bist

Wer den Grunge-Look ausprobieren möchte, sollte nicht zu sehr versuchen, ein perfektes Grunge-Outfit zu kreieren: Einfach Nirvana auflegen und frei und wild kombinieren, was man liebt, aber sonst nie kombinieren oder in der Öffentlichkeit tragen würde und die modische Freiheit genießen, die Grunge geben kann.

 

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