Booster-Impfungen

Corona: 3. Impfung bald für diese Menschen möglich

Bestimmte Risikogruppen sollen schon bald eine 3. Corona-Schutzimpfung erhalten. Diese Auffrischimpfungen werden allerdings nicht mit jedem Vakzin durchgeführt. 

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Die Gesundheitsminister:innen der Länder haben gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) einstimmig die Corona-Auffrischimpfungen beschlossen. Die sogenannten Booster-Impfungen sollen zunächst allerdings nur bestimmten Personengruppen zur Verfügung stehen.

Corona: Wer erhält die 3. Impfung?

Zahlreiche Studien haben ergeben, dass bestimmte Risikogruppen selbst nach einer vollständigen Corona-Impfung mit einem verminderten bzw. rasch nachlassenden Impfschutz rechnen müssen. Dazu gehören ältere Menschen, deren Immunsystem (zu) langsam auf das verabreichte Vakzin reagiert, oder auch Personen, deren Immunsystem durch Medikamente unterdrückt wird.

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Mit Blick auf diese Erkenntnisse scheinen Auffrischimpfungen für ausgewählte Risikogruppen sinnvoll zu sein. Auf der Gesundheitsministerkonferenz am Montag (2. August) einigte man sich auf eine 3. Impfung zunächst für folgende Personengruppen:

  • Höchstbetagte
  • Pflegebedürftige
  • Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression
  • Bewohner:innen von Pflegeheimen

Welche Vakzine kommen bei Impfauffrischungen zum Einsatz?

Grundsätzlichen sollen die Impfauffrischungen mit den beiden mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer (Co­mir­na­ty) oder Moderna (Spike­vax) durchgeführt werden. Dies gilt auch für jene Patienten, die zuvor den Vakzinen von Astrazeneca (Va­x­ze­vria) oder Johnson & Johnson (Jans­sen) geimpft worden sind.

In der Regel sollen sich Menschen, denen die 3. Impfung empfohlen wird, sechs bis zwölf Monate nach der vollständigen Impfung erneut spritzen lassen.

Wo werden Booster-Impfungen angeboten?

Die 3. Impfung wird sowohl in Impfzentren als auch bei Haus- und Betriebsärztinnen und -ärzten angeboten. In manchen Bundesländern werden außerdem wie schon bei den gewöhnlichen Impfungen mobile Teams zum Einsatz kommen. Das bestätigte beispielsweise Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) dem „SWR“.

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Wann starten die Impfauffrischungen?

Anvisiert ist der Start der Impfkampagne im Herbst. Ein genaues Datum steht allerdings noch nicht fest.

Kritiker mahnen, dies könnte bereits zu spät sein, um eine 4. Corona-Welle zu verhindern. Andere wiederum packen einfach an. So betonte der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut „SWP“ bereits am Tag vor der Gesundheitsministerkonferenz: „Schon allein aus präventiven Gesichtspunkten dürfte eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein. Daher hat Bayern bereits seine Corona-Impfstrategie auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet. Die Organisation und Ausrichtung der Impfzentren wird angepasst.“

Es bleibt zu hoffen, dass die Organisation der Impfauffrischungen reibungslos läuft und die 3. Impfung da ankommt, wo sie gebraucht wird.

Artikelbild und Social Media: iStock/Dimensions

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