Insolvenz angemeldetCorona-Drama in Bayern: Paulaner im Tal muss schließen!

Die Corona-Krise hat auch weitreichende Konsequenzen für die Traditionswirtshäuser in München: Mit Paulaner im Tal musste das erste Wirtshaus der Stadt schließen.

Bereits vor einigen Wochen war klar: Die Corona-Krise wird ganz besonders die Gastronomie hart treffen. Zwar dürfen Restaurants, Gasthäuser und Co. in allen Bundesländern wieder öffnen, doch der entstandene Schaden scheint für einige schon jetzt zu groß zu sein.

 

Traditionswirtshaus Paulaner im Tal muss Insolvenz anmelden

Das Traditionswirtshaus Paulaner im Tal musste am Freitag beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Gegenüber der Zeitung bestätigte Wirt Putzi Holenia die Schließung des Münchener Traditionswirtshauses. "Ja, so ist es, ich hab' keine Gäste mehr, ich hab' kein Geld mehr, kein Garnix."

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Seit Montag darf die Gastronomie unter strengen Auflagen zwar wieder öffnen, doch die Lockerung kommt im Fall von Paulaner im Tal wohl zu spät. Die finanziellen Reserven würden nicht ausreichen, um die Insolvenz zu verhindern, so Putzi.

 

Mehrwertsteuer-Senkung zur Unterstützung der Gastronomie

Mit Paulaner im Tal verliert die Stadt nicht nur ein der traditionellen Wirtshäuser, das es bereits seit 1524 gibt, sondern mit dem 74-Jährigen auch ein Wirte-Original, der durch den lokalen Fernsehsender TV München selbst zu einer Art Promi wurde, so die "Süddeutsche Zeitung". Was jetzt aus dem Betrieb wird, ist noch unklar. "Da wär' ich Jesus, wenn ich das wüsste. Wir werden das jetzt halt abwickeln", so der Wirt. Nun müssen die Brauerei und der Hausherr handeln.

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Die Corona-Krise hat die Gastronomie durch die Zwangsschließungen schwer getroffen. Neben der schrittweisen Öffnung soll der Branche finanziell auch mit einer Mehrwertsteuer-Senkung von 19 auf sieben Prozent unter die Arme gegriffen werden. Ob das allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten.

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