Hoffen auf das VCorona-Krise: Trotz dramatischem Wirtschaftseinbruch gibt es gute Nachrichten!

Die Corona-Krise hat zu einem dramatischen Wirtschaftseinbruch geführt, einer Jahrhundertrezession. Trotzdem gibt es positive Prognosen. 
 

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Die Angst vor einer zweiten Corona-Welle ist derzeit groß. Nicht nur in Deutschland steigen die SARS-CoV-2-Infektionszahlen wieder, vor allem Frankreich und Spanien kämpfen einmal mehr gegen ein Aufflammen der Pandemie. 

Neben den gesundheitlichen und psychologischen Auswirkungen, die das Virus auf den Menschen hat, stehen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie im Mittelpunkt. Fakt ist: Corona hat zu einem noch nie da gewesenen Wirtschaftseinbruch geführt, zu einer Jahrhundertrezession. Warum es dennoch auch gute Nachrichten zu vermelden gibt und was der Buchstabe V damit zu tun hat. 

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Deutsche Wirtschaft bricht um 10,1 Prozent ein

Die schlechten Nachrichten zuerst: Laut Statistischem Bundesamt fiel das Bruttoinlandsprodukt (BiP) von April bis Juni 2020 um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Dieser Wirtschaftseinbruch ist historisch: Nicht einmal zu Zeiten der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2009 brach die deutsche Wirtschaft so stark ein. 
Grund für die Vollbremsung ist die Corona-Pandemie. Die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung haben das gesellschaftliche Leben – und damit auch den Konsum – praktisch zum Erliegen gebracht, Import und Export von Waren und Dienstleistungen brechen aufgrund der weltweiten Krise ein.

"Nun ist sie amtlich - die Jahrhundertrezession", zitiert "tagesschau.de" den DekaBank-Ökonomen Andreas Scheuerle. "Was bislang weder Börsencrashs noch Ölpreisschocks geschafft haben, vollbrachte ein 160 Nanometer kleiner Winzling namens Corona." 

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Das V im dritten Quartal 

Trotz der düsteren Zahlen erwarten Volkswirte für das dritte Quartal 2020 ein Wirtschaftswachstum. Hier begegnet man dem V, auf das die Experten hoffen: Zeichnet der Verlauf einer Krise ein V in die Statistik, bedeutet das, dass es nach dem Einbruch wieder deutlich bergauf geht.  
 
In den ersten Branchen hat das schon begonnen: Die Daten des Lkw-Maut-Fahrleistungsindex des Statistischen Bundesamts, die ungefähre Anhaltspunkte zur Entwicklung der Industrieproduktion in Deutschland liefern, zeigen beispielsweise, dass wieder fast so viele Lkw wie vor Ausbruch der Pandemie im März 2020 auf den Straßen unterwegs sind und Waren ausliefern. 
Auch der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), der inoffizielle Stimmungsbarometer der deutschen Konzerne, steigt seit Mai kontinuierlich. Für diesen Index befragt die Münchner Forschungseinrichtung Monat für Monat die Manager von rund 9000 Unternehmen und bittet um eine Einschätzung der gegenwärtige Geschäftslage sowie eine Voraussage für die kommenden sechs Monate. 
In der Pressemitteilung der IHS Markit, einem Daten- und Informationsdienst-Unternehmen mit Sitz in London, hieß es zum erneut gestiegenen Einkaufsmanagerindex in Deutschland: 
"Beflügelt von der gestiegenen Zuversicht der Kunden, einer erhöhten Reisetätigkeit und der generell anziehenden Nachfrage stieg die Kapazitätsauslastung der Unternehmen."

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt für das dritte Quartal 2020 ein Plus von drei Prozent voraus und auch die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass Deutschland den wirtschaftlichen Tiefpunkt bereits im April hinter sich gebracht hat. Das 130 Milliarden Euro umfassende Konjunkturpaket der Bundesregierung sowie die Senkung der Mehrwertsteuer, die die Menschen im Land dazu bringen soll, wieder mehr Geld auszugeben, würden sich positiv auswirken.

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Aufschwung braucht Zeit

Ein klar gezeichnetes V, bei dem der Aufschwung ebenso stark voranschreitet wie der vorherige Einbruch, erwartet allerdings niemand. Experten mutmaßen, dass die deutsche Wirtschaft zwei Jahre braucht, um sich zu erholen – wenn keine weiteren Virus-Wellen das Land oder auch die Welt zu erneuten Stillständen zwingt. 

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