Verschärfung der MaßnahmenCorona-Krise: Unbefristeter Lockdown gefordert!

Ein Experte befürchtet, dass die von der Regierung beschlossene Verlängerung des Lockdowns nicht ausreichen könnte.

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Am Dienstag (5. Januar) besprechen Bund und Länder das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie, doch schon jetzt steht fest, dass der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen die Maßnahmen bis zum 31. Januar verlängert werden.

 

Karl Lauterbach fordert Verschärfung des Lockdowns

Uneinigkeit gibt es allerdings noch bei den Schulschließungen. Während die von der Pandemie besonders betroffenen Bundesländer wie Sachsen und Bayern die Schulen und Kitas geschlossen halten wollen, denken andere Bundesländer, darunter Hessen und Hamburg, über eine teilweise Öffnung und Wechselunterricht nach.

Corona-Lockdown: So lange könnte er 2021 noch dauern

Derweil fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine Verschärfung des bisherigen Lockdowns. Bund und Länder wollen Lockerungen ab einem Inzidenzwert von 50 Lockerungen zulassen, doch Lauterbach befürchtet, dass durch zu schnelles Lockern erreichte Fortschritte verspielt werden könnten.

 

Wegen Corona-Mutationen: Inzidenzwert von 25 notwendig

Deshalb hält er einen strengeren Richtwert von maximal 25 Infektionen pro 100.000 Menschen und Woche für wichtig. Zudem fordert der Gesundheitsexperte, den Lockdown nicht mehr zeitlich zu begrenzen. "Noch einmal können wir dann strengere Maßnahmen kaum mehr begründen. Der Widerstand in der Bevölkerung wäre dann zu groß", so Lauterbach gegenüber dem "Spiegel".

Als Grund für die notwendige Verschärfung der Maßnahmen nennt er die neue Mutation des Coronavirus. Ein Inzidenzwert von 50 genüge nicht, da "wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virusvariante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete", betonte Lauterbach im Interview mit "Passauer Neuen Presse".

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