Aus diesem GrundCorona-Lockdown bis Anfang April gefordert

Experten fordern nun eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang April. Warum Lockerungen weitreichende Folgen haben könnten.

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Inhalt
  1. Corona-Lockdown: Mediziner fordern Verlängerung bis 1. April
  2. Lockerungen könnten zu 25.000 Corona-Intensivpatienten führen
  3. Wirkung der Impfungen zeigt sich ab April

Nach wochenlangem Lockdown haben Bund und Länder bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz eine vorsichtige Lockerung beschlossen. So sind in vielen Bundesländern die Kitas und Schulen wieder geöffnet, die Friseure werden am 1. März folgen.

 

Corona-Lockdown: Mediziner fordern Verlängerung bis 1. April

Zudem haben sich einige Länderchefs dazu entschieden, Baumärkte und Gartencenter wieder zu öffnen, darunter Bayern und Brandenburg. Weitreichende Öffnungsschritte gibt es bisher allerdings nicht - und nach Ansicht von Experten soll das auch noch länger so bleiben.

Die deutschen Intensivmediziner fordern eine Verlängerung der strengen Corona-Maßnahmen bis mindestens zum 1. April. "Sonst wird die dritte Welle nur schwer oder überhaupt nicht beherrschbar sein", so Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), bei einer Pressekonferenz.

 

Lockerungen könnten zu 25.000 Corona-Intensivpatienten führen

Ein Prognosenmodell der Divi mit unterschiedlichen Szenarien für die nächsten Monate zeigt, welche Folgen ein Ende des Lockdowns haben könnte. So könnte die Belegung von Intensivbetten durch Corona-Patienten bei Lockerungen auf bis zu 25.000 bis Mitte Mai ansteigen.

Zuletzt konnte die Zahl der Corona-Intensivpatienten auf rund 2900 gedrückt werden. Bei dem Worst-Case-Szenario gehen die Experten von weitreichenden Lockerungen ab Anfang März, einer deutlichen Erhöhung des R-Wertes auf 1,55 durch die neuen Virus-Varianten und einer durchschnittlichen Impfung von 230.000 Menschen pro Tag aus.

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Aber auch wenn das Impftempo auf 350.000 Impfungen pro Tag angezogen werden kann, kommt es laut dem Szenario der Divi zu einer Belegung von 12.000 Intensivbetten. Entwickelt wurde das Prognosenmodell vom Aachener Biomediziner Andreas Schuppert und seinem Team.

 

Wirkung der Impfungen zeigt sich ab April

Um eine Überschreitung der Belastungsgrenze in den Krankenhäusern zu vermeiden, müssten den Medizinern zufolge die Lockerungen erst ab dem 1. April beschlossen werden. Dann würde die Zahl der Corona-Intensivpatienten zwar auch steigen, aber selbst im schlimmsten Fall auf lediglich bis zu 6000. Das wäre ungefähr der Höchstwert von Jahresbeginn.

Wichtig für die Mediziner sei es, die nächsten Wochen zu kontrollieren. Bei einem Lockern erst ab April sei entscheidened, dass die Wirkung der Impfungen "der Infektionswelle vorausläuft", so Divi-Experte Christian Karagiannidis. Bei früheren Öffnungen sei es genau umgekehrt.

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