Unerwartetes StatementCorona-Lockdown: Es reicht! Beliebter Politiker fordert baldiges Ende

Der Lockdown wurde bis zum 31. Januar verlängert. Jetzt fordert der erste Politiker ein Ende der strengen Maßnahmen.

Weil die Infektionszahlen nach wie vor zu hoch sind und ein Inzidenzwert von 50 in weiter Ferne liegt, haben Bund und Länder vergangene Woche beschlossen, den Lockdown bis zum 31. Januar zu verlängern - vorläufig. Denn auch darüber hinaus könnten die jetzigen strengen Regeln fortgeführt werden.

 

Corona-Lockdown: Boris Palmer will Ende ab Februar

Am 25. Januar wollen sich die Ministerpräsidenten erneut mit der Kanzlerin über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie besprechen. Geht es nach Bayerns Länderchef Markus Söder, soll es im Februar ähnlich weitgehen. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einige Stellen auch noch vertiefen", erklärte er beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU am Wochenende.

Corona-Lockdown: Diese neuen Regeln gelten jetzt!

Ganz anderer Meinung ist da Grünen-Politiker Boris Palmer. Er fordert stattdessen, den Lockdown so schnell wie möglich zu beenden. Der Schaden für die Wirtschaft und die Gesellschaft sei ansonsten zu groß. "Es reicht jetzt, wir müssen leben", sagte Tübingens Oberbürgermeister in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen".

 

Boris Palmer fürchtet zu großen Schaden für die Wirtschaft

Der Politiker sprach sich für eine kontrollierte Öffnung ab Februar aus. "Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch", warnte Palmer. Darüber hinaus halte er das Ziel, den Inzidenzwert unter 50 zu drücken, für falsch. Um diese Grenze zu erreichen, müsse der Lockdown noch mehrere Monate anhalten.

In der Corona-Pandemie wurde bereits im vergangenen Jahr über die Strategie des Bürgermeisters diskutiert. In seiner Stadt Tübingen hat Boris Palmer früh damit begonnen, Alten- und Pflegeheime besonders zu schützen und Ausbrüche dort damit weitestgehend verhindern. So wird bereits seit September das Personal in Alten- und Pflegeheimen regelmäßig testet. Zudem haben Senioren bestimmte Einkaufszeiten in den Geschäften und können zum Preis von Bus und Bahn mit Taxi zum Arzt oder Supermarkt gebracht werden.

Zum Weiterlesen:

Kategorien: