Ungewöhnliche Anzeichen

Corona-Mutation: Symptome der neuen Delta-Variante!

Eine neue Corona-Studie schlägt Alarm: Die Symptome der Delta-Variante sind schwieriger einzuordnen als bisher. Worauf man achten soll.

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Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass die Delta-Mutation des Coronavirus' rund 60 Prozent ansteckender ist als die in Deutschland dominierende Alpha-Variante. In Großbritannien dominiert die Virusvariante inzwischen das Infektionsgeschehen: Knapp 90 Prozent aller aktuellen Infektionen gehen auf B.1.617.2 zurück.  

Corona-Mutationen: Ist die Delta-Variante wirklich neu?

In Deutschland ist die Delta-Mutation mit unter drei Prozent Gesamtanteil noch sehr selten. Das geht aus dem Virusvarianten-Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 9. Juni hervor. Hierzulande ist die Alpha-Mutation B.1.1.7 für über 90 Prozent der COVID-19-Infektionen verantwortlich. Die zunächst in England nachgewiesene Corona-Variante trug bisher die Bezeichnung "britische Mutante". 

In Deutschland ist die Delta-Mutation mit unter drei Prozent Gesamtanteil noch sehr selten. Das geht aus demVirusvarianten-Bericht des Robert-Koch-Instituts(RKI) vom 9. Juni hervor. Hierzulande ist die Alpha-Mutation B.1.1.7 für über 90 Prozent der COVID-19-Infektionen verantwortlich. Die zunächst in England nachgewiesene Corona-Variante trug bisher die Bezeichnung "britische Mutante".

Anfang Juni gab die Weltgesundheitsorganisation WHO bekannt, die Mutationen nicht länger ihrem Ursprungsland zuzuordnen. Die bisherigen Begriffe britische, indische, südafrikanische oder brasilianische Mutante führen zu Diskriminierung und Stigmatisierung. Man hat sich dazu entschieden, die Mutationen wertfrei nach den Buchstaben des griechischen Alphabets zu benennen. Aktuell gelten vier Virusvarianten als sogenannte Variants of Concern (VOC), also als besorgniserregende Mutationen. Neu sind sie alle nicht nur neu von der WHO benannt

Alpha

  • bisher: "britische Mutante"
  • Wissenschaftlicher Name: B.1.1.7
  • VOC seit: Dezember 2020

Beta

  • bisher: "südafrikanische Variante"
  • Wissenschaftlicher Name: B.1.351
  • VOC seit: Dezember 2020

Gamma

  • bisher: "brasilianische Variante"
  • Wissenschaftlicher Name: P.1
  • VOC seit: Januar 2021

Delta

  • bisher: "indische Variante"
  • Wissenschaftlicher Name: B.1.617.2
  • VOC seit: Mai 2021

Variants of Concern
Foto: iStock / i-am-helen

Die neue Corona-Mutante, die jüngst in Vietnam entdeckt wurde, gilt laut WHO derzeit nicht zu den Variants of Concern.

Die Symptome der Delta-Variante

Eine neue Studie klärt nun über die Symptome der Delta-Variante auf. Diese seien nicht mehr so leicht als typische Corona-Symptome zu identifizieren, wie der britische Epidemiologe Prof. Tim Spector, Leiter der Studie "Zoe Covid Symptom", betont. Zwar tritt beispielsweise Fieber weiterhin auf. Doch statt der bisher eindeutigen Anzeichen Verlust von Geruch und Geschmack fühle sich die Delta-Variante vor allem für jüngere Erkrankte "eher wie eine schlimme Erkältung an", erklärte Spector im Interview mit der "BBC". "Seit Anfang Mai haben wir uns die Hauptsymptome angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie früher. Diese Variante scheint etwas anders zu wirken."

Auf folgende Symptome der Delta-Variante soll besonders geachtet werden: 

  • Kopfschmerzen
  • Halsweh
  • laufende Nase
  • Fieber

Indische Mutante in Schleswig-Holstein und in NRW nachgewiesen

Diese Impfstoffe wirken gegen die Delta-Variante

So unterschiedlich die Symptome einzelner Corona-Mutanten sein können: Studien ergeben immer wieder, dass die aktuellen Impfstoffe gegen die Virusvarianten schützen. Vor allem die britische Regierungsbehörde Public Health England (PHE) legt regelmäßig Ergebnisse vor. 

Eine Untersuchung Ende Mai ergab, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer zwei Wochen nach der Zweitimpfung mit 88-prozentiger Wahrscheinlichkeit vor einer Ansteckung mit der Delta-Variante schützt. Der Wirkstoff von AstraZeneca kam auf 60 Prozent Schutzwirkung. Bei der Alpha-Mutation B.1.1.7 weisen die beiden Impfstoffe eine Wirksamkeit von 93 Prozent (Biontech/Pfizer) und 66 Prozent (AstraZeneca) auf. 

Eine PHE-Studie aus dem Juni konnte zudem belegen, dass Biontech/Pfizer und AstraZeneca das Risiko schwerer Corona-Krankheitsverläufe dramatisch verringern. Nach einer Komplettimpfung (zwei Dosen) mit Biontech/Pfizer konnte eine stationäre Behandlung bei 96 Prozent der Probanden verhindert werden; bei AstraZeneca lag die Quote bei 92 Prozent. 

Eine Impfung ist neben dem Wissen um mögliche Symptome der Corona-Mutante der beste Schutz. 

Foto: iStock / martin-dm

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