Long COVID

Corona-Penis: Erektionsstörungen nach Infektion sind keine Seltenheit!

Erektionsstörungen als Long-COVID-Symptom? Einer neuen Studie zufolge kann eine erektile Dysfunktion (ED) infolge einer Corona-Erkrankung auftreten. Schuld am Corona-Penis ist eine Schädigung bestimmter Zellen im Blut.  

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Als wäre eine Corona-Infektion nicht angsteinflößend genug, überrascht eine amerikanische Studie jetzt mit krassen Ergebnissen. Demnach zählen Erektionsstörungen zu möglichen Long-COVID-Symptomen bei Männern. 

Corona-Penis: Erektionsstörungen nach Infektion

Erektionsstörungen beim Mann können viele Ursachen haben, darunter zahlreiche Medikamente, ein Testosteronmangel und verschiedene Krankheiten. Neun Ursachen haben wir bereits entlarvt. Eine zehnte kommt jetzt dazu: Corona. 

Forscher der Universität Miami „Miller School of Medicine“ konnten in einer Studie noch Monate nach einer Infektion Coronaviren im Penisgewebe der Probanden nachweisen.

Es handelte sich dabei um eine Pilotstudie mit vier Teilnehmern. Zwei der Probanden dienten als Kontrollgruppe ohne erektile Dysfunktion (ED). Zwei weitere waren sechs bzw. acht Monate vorher mit Corona infiziert gewesen und klagten über Erektionsstörungen. Während der eine mit schweren Corona-Symptomen zu kämpfen gehabt hatte, verlief die Infektion bei dem zweiten Probanden mild. Trotzdem waren die später auftretenden Erektionsstörungen bei beiden Patienten so gravierend, dass sie sich eine Penisprothesenoperation unterzogen.

SARS-CoV-2 im Penisgewebe

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Im Penisgewebe der vorher Infizierten fanden sich Virusreste, bei der Kontrollgruppe konnten keine Auffälligkeiten nachgewiesen werden. Damit könnte ein sogenannter Corona-Penis zu den Symptomen einer Long-COVID-Erkrankung zählen. 

„Das Forschungsergebnis legt nahe, dass Männer, die eine COVID-19-Infektion bekommen, sich bewusst sein sollten, dass erektile Dysfunktion eine Nebenwirkung des Virus’ sein könnte. Sie sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn sie entsprechende Symptome entwickeln“, betont Ranjith Ramasamy, Autor der Studie. 

Corona-Infektionen: So häufig sind Langzeitschäden zu erwarten!

Störfunktion der Zellen im Blut

Der Corona-Penis löst eine sogenannte endotheliale Dysfunktion aus. Bei dieser Erkrankung werden die Endothelzellen in ihrer Funktion gestört. Diese Zellen bilden die innerste Zellschicht der Blutgefäße – sprich die Barriere zwischen Blut und Gewebe. Sie kontrollieren, wann und wo Leukozyten zur Bekämpfung von Entzündungen und Infektionen aus Blutgefäßen austreten und in entzündetes Gewebe eindringen können.  

Als direkte Folge ihrer Studie, die im „World Journal of Men’s Health“ veröffentlicht wurde, empfehlen die Wissenschaftler:innen Männern, sich gegen Corona impfen zu lassen, um einen Corona-Penis als Long-COVID-Symptom gar nicht erst zu riskieren. 

Artikelbild und Social Media: iStock/yodiyim

Zum Weiterlesen: