Was jetzt giltCorona-Regeln in der Schule: Was jetzt beachtet werden muss

Nach dem Ende der Sommerferien kehren die Schüler unter anderen Bedingungen in die Schule zurück. Welche Corona-Regeln in den Bundesländern gelten.

Video Platzhalter

Während sich die Schüler in einigen Bundesländern noch mitten in den Sommerferien befinden, geht es in anderen schon wieder los. Doch mit dem Schulbeginn ändert sich einiges für die Kinder. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie soll eine Verbreitung in den Schulen unbedingt verhindert werden.

 

Corona-Regeln an Schulen: Das sind die Bestimmungen der Bundesländer

Um das zu gewährleisten, haben die Schulen im Land unterschiedliche Maßnahmen eingeführt. Viele wollen zum Regelbetrieb zurückkehren – unter Einhaltung der Vorschriften. In einigen Bundesländern herrscht Maskenpflicht, in manchen darf von Schule zu Schule entschieden werden. Welche Corona-Regeln in welcher Region Deutschlands gelten:

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Kinder am 3. August als erstes aus den Sommerferien zurückgekehrt. Die Schüler wurden vom Bildungsministerium jahrgangsmäßig in Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen sollen sich nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern begegnen. Außerdem gilt eine Maskenpflicht ab der fünften Klasse auf dem gesamten Schulgelände außerhalb des Unterrichts. Ausgenommen von der Regel sind Grundschüler und Schüler, denen aufgrund von Erkrankungen oder Behinderungen das Tragen einer Maske nicht zugemutet werden kann.

Die Schüler in Hamburg kehren am 6. August aus den Ferien zurück. In den Schulen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Fluren, während der Pausen und auf den Wegen über das Schulgelände Pflicht. Im Unterricht kann die Maske abgenommen werden. Grundschüler müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

In Schleswig-Holstein, wo die Schulen am 10. August wieder loslegen, ist eine Aufteilung der Schüler in feste Großgruppen nach Jahrgangsstufe geplant. Innerhalb der Gruppen muss der Abstand nicht eingehalten werden. Zwischen den Jahrgängen sollen Kontakte aber vermieden werden. Es gibt keine allgemeine Maskenpflicht, aber es gibt eine "dringende Empfehlung, in den ersten beiden Schulwochen in der Schule eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen“, so Bildungsministerin Karin Prien.

In Berlin enden die Sommerferien ebenfalls am 10. August. Danach ist ein "durchgehender Unterricht“ in "vollem Umfang“ vorgesehen. Auf Fluren, in Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen oder der Toilette gilt eine Maskenpflicht. In Unterrichtsräumen, auf dem Pausenhof oder im Hort muss dagegen kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

 

In einigen Bundesländern gibt es keine Maskenpflicht

Auch Brandenburg kehrt am 10. August zum Regelbetrieb an den Schulen zurück. Eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler ist bisher nicht geplant. Die Lehrer können sich zwischen Anfang August und Ende November sechsmal auf Kosten des Landes freiwillig einem Corona-Test unterziehen. Bei den Schülern ist nur eine Test-Stichprobe bei einem Prozent der Schüler vorgesehen.

Nordrhein-Westfalen will ab dem 12. August einen verantwortungsvollen Regelbetrieb an den Schulen ermöglichen. Das Bundesland hat an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen eine Maskenpflicht eingeführt, die sogar im Unterricht gelten soll. Bei groben Verstößen kann es sogar zu Schulverweisen kommen. An Grundschulen gibt es keine Maskenpflicht, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen.

In Rheinland-Pfalz beginnt das neue Schuljahr am 17. August. Laut dem Hygieneplan ist kein Abstandsgebot vorgesehen. Auch eine Maskenpflicht gibt es nicht. Außerhalb des Unterrichts soll aber ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Neben dem Regelbetrieb gibt es laut Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) je nach Entwicklung des Geschehens zwei weitere Alternativen: Das bisherige Nebeneinander von Präsenz- und Fernunterricht sowie temporäre Schulschließungen bei einem größeren Ausbruch.

Im Saarland geht es am 17. August mit dem Unterricht weiter. Dieser soll in festen Gruppen innerhalb eines Jahrgangs stattfinden. Eine Maskenpflicht ist bisher nicht geplant. Schüler, die einer Risikogruppe angehören, können mit ärztlichem Attest vom Schulbesuch befreit werden, müssen aber an Prüfungen teilnehmen.

In Hessen muss zum Unterrichtsbeginn am 17. August der Mindestabstand in den Klassenräumen und im Sportunterricht nicht mehr eingehalten werden. Die einzelnen Schulleitungen können eigenständig für die Zeit außerhalb des Präsenzunterrichts eine Maskenpflicht anordnen.

Bremen startet am 27. August ins neue Schuljahr. Vorgesehen sind laut dem Rahmenkonzept "möglichst feste Klassenteams“. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. Einzelne Schulen können aber eigenmächtig das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes anordnen.

Wegen Corona! Berlin führt Maskenpflicht an Schulen ein

Auch in Niedersachsen geht es am 27. August weiter. Geplant ist ein "eingeschränkter Regelbetrieb“ mit "ein paar Sonderregelungen“, so Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Es gibt kein Abstandsgebot, aber dafür feste Lerngruppen. Masken sollen auf den Fluren und in gekennzeichneten Bereichen, in denen aufgrund von Enge ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Gruppen nicht gewährleistet werden kann, getragen werden.

In Sachsen-Anhalt beginnt das neue Schuljahr am 27. August. Die Schulen sollen sich auf eine Rückkehr zum Regelbetrieb vorbereiten. Ein Hygieneplan wird derzeit noch ausgearbeitet. Eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nicht geplant, eine Maske kann aber freiwillig getragen werden.

In Sachsen enden die Sommerferien am 31. August. Für den Unterricht hat das Bundesland eine Rückkehr zum Regelbetrieb angekündigt. Auch ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss nicht eingehalten werden. Die einzelnen Schulleitungen können selbst bestimmen, ob und wann eine Maske getragen werden muss.

In Thüringen beginnt die Schule am 31. August. Ein Regelbetrieb ist vorgesehen. Auch Klassenfahrten sollen wieder möglich sein. Im Moment ist eine Maskenpflicht in den Schulhäusern, aber nicht im Unterricht geplant.

In Bayern kehren die Schüler am 8. September aus den Ferien zurück. Das Hygienekonzept sieht vier mögliche Szenarien vor: Der Regelbetrieb unter Einhaltung der Hygienevorgaben ist Szenario eins; das zweite sieht geteilte Lerngruppen vor, das dritte einzelne Schließungen, das vierte flächendeckenden Distanzunterricht. Endgültige Entscheidungen sollen erst kurz vor dem Ende der Ferien getroffen werden.

Als letztes beginnt Baden-Württemberg am 14. September das neue Schuljahr. Der Unterricht ist mit festen Gruppen vorgesehen. Auf dem Schulgelände soll ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, im Unterricht aber nicht.

Zum Weiterlesen:

Kategorien: