Neue Hoffnung

Corona-Schnelltests für zu Hause ab März: Lockdown bald überflüssig?

Schon ab Anfang März sollen Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch auf den Markt kommen. Was das für die Pandemie bedeutet.

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Seit zwei Monaten befindet sich Deutschland im harten Lockdown, vergangene Woche wurde er noch einmal bis zum 7. März verlängert. Das Ziel: Den Inzidenzwert so weit herunterzudrücken, dass Lockerungen trotz der sich immer weiter verbreitenden Corona-Mutationen möglich sind.

Corona-Schnelltest für zu Hause liefert Ergebnis in 15 Minuten

Aufgrund der neuen Varianten fürchten Virologen bei zu schnellen Lockerungen allerdings ein erneutes Ansteigen der Infektionszahlen und damit eine dritte Welle. Bisher wurde deshalb vor allem auf die Impfungen gesetzt, die den Weg raus aus der Pandemie ebnen sollen.

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Doch nun könnte noch eine weitere Maßnahme dafür sorgen, dass Deutschland schnell aus dem Lockdown kommt als gedacht. Wie das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bestätigte, sollen Anfang März bis zu 30 verschiedene Corona-Antigen-Tests auf den Markt kommen.

Mit diesen soll sich künftig jeder zu Hause selbst testen können und das Ergebnis innerhalb von 15 Minuten erhalten. Bei den Schnelltests ist kein Nasen- oder Rachenabstrich notwendig, stattdessen wird beispielsweise mittels Gurgeln oder Spucken ein Ergebnis erzielt.

Wissenschaftler sehen durch Schnelltests Möglichkeit für Lockerungen

In dem Artikel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erklären Forscher, dass mit der neuen Teststrategie auch deutliche Lockerungen einhergehen könnten. So könnten Menschen, die sich vorher selbst getestet haben, das Ergebnis zum Beispiel in eine App eintragen und dadurch einen Nachweis erhalten.

Diese berechtige die Personen dann dazu, maximal 36 Stunden öffentliche Orte wie Restaurants, Theater oder Kinos aufzusuchen. Auch wenn dann trotzdem noch Hygiene-und Abstandsregeln eingehalten werden müssten, wäre dies ein erster Schritt in Richtung Normalität.

Jens Spahn bleibt skeptisch

In Österreich sollen die Schnelltests bereits fester Bestandteil der Öffnungsstrategie werden und vor allem für Schüler und Lehrer in den Schulen genutzt werden. Ab dem 1. März sollen die Tests für zu Hause in den Apotheken verfügbar sein. Jede Person soll bis zu fünf kostenlose Tests pro Monat erhalten.

Lockdown aufgehoben: In Österreich machen die Geschäfte wieder auf

In Deutschland werden die Schnelltests für zu Hause aber auch kritisch gesehen. Sollten die Tests viele falsche Ergebnisse liefern, "dann steckt darin auch ein Risiko", warnte Spahn auf einer Pressekonferenz. Im schlimmsten Fall könnten Infizierte dann unwissentlich andere Menschen anstecken.

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