AufgepasstCorona: Spätfolgen & Langzeitschäden - Das sind die Fakten!

Immer mehr Patienten berichten, dass sie auch nach der Corona-Erkrankung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

Inhalt
  1. Corona-Patienten haben auch nach Erkrankung noch Symptome
  2. Studie zeigt: Covid-19-Patienten haben mit Spätfolgen zu kämpfen
  3. Forscher: Corona kann möglicherweise chronisches Erschöpfungssyndrom auslösen

Seit mehreren Monaten ist das Coronavirus überall auf der Welt das bestimmende Thema. Während die Forscher zu Anfang noch kaum Kenntnis über das neuartige Virus hatten, verbessert sich der Wissenstand mittlerweile nach und nach – auch mit erschreckenden Ergebnissen.

 

Corona-Patienten haben auch nach Erkrankung noch Symptome

Eine neue Studie aus Italien, die in dem Fachblatt "Jama" erschienen ist, hat sich mit den Spätfolgen nach einer Corona-Erkrankung beschäftigt. Das Ergebnis: Auch nachdem die Patienten von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen waren, hielten einige Symptome weiterhin an. Wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist also nicht unbedingt zwangsläufig auch gesund.

Corona: Schwere Hirnschäden schon bei leichten Infektionen möglich

Die italienischen Ärzte haben rund 140 Patienten befragt, die im Krankenhaus aufgrund ihrer Corona-Infektion behandelt wurden. Ein Großteil der im Schnitt 56 Jahre alten Personen bekamen im Verlauf der Erkrankung eine Lungenentzündung, 12 Prozent wurden auf der Intensivstation behandelt.

 

Studie zeigt: Covid-19-Patienten haben mit Spätfolgen zu kämpfen

Die Patienten wurden rund 60 Tage nach dem Auftreten erster Symptome einer Covid-19-Erkrankung befragt und hatten zu diesem Zeitpunkt keine Anzeichen einer akuten Infektion, wie zum Beispiel Fieber. Gänzlich ohne Symptome waren allerdings nur 13 Prozent der Befragten.

Ein Drittel der Patienten hatte mit Spätfolgen zu kämpfen. So litten rund 53 Prozent der Patienten Wochen später noch unter Erschöpfung. 43 Prozent klagten über Atemnot. 27 Prozent über Gelenkschmerzen, knapp 22 Prozent hatten Schmerzen im Brustraum. Rund 15 Prozent gaben an, noch immer unter Husten oder Geruchsverlust zu leiden.

 

Forscher: Corona kann möglicherweise chronisches Erschöpfungssyndrom auslösen

Das Team um Angelo Carfi von der Gemelli Uniklinik betont in der Studie aber, dass auch nach einer Lungenentzündung, die nicht durch Corona ausgelöst wurde, Spätfolgen und Langzeitschäden möglich sind.

Darüber hinaus merken Forscher an, dass eine Sars-CoV-2-Infektion in Einzelfällen unter Umständen auch Auslöser für ein sogenanntes chronisches Erschöpfungssyndrom sein könnte, das durch eine fehlgeleitete Immunantwort zu dauerhafter Abgeschlagenheit und Schmerzen führen kann.

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