PräventionCorona-Virus: Hilft eine Pneumokokken-Impfung?

Besonders für ältere Menschen ist das Corona-Virus sehr gefährlich. Gesundheitsminister Jens Spahn hat ihnen jetzt geraten, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Doch was bringt die Impfung? 

Inhalt
  1. Was sind Pneumokokken eigentlich? 
  2. Wie kann eine Pneumokokken-Impfung gegen Corona helfen?
  3. Wer sollte sich jetzt gegen Pneumokokken impfen lassen? 

Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen ab 60 Jahren sind besonders gefährdet, was das Corona-Virus angeht. Experten schätzen die Sterberate bei der Risikogruppe auf bis zu 25 Prozent. Gesundheitsminister Jens Spahn rät älteren Menschen jetzt unter anderem dazu, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Doch was bringt die Impfung wirklich? 

Coronavirus: Das sind die Symptome beim Menschen!

 

Was sind Pneumokokken eigentlich? 

Pneumokokken sind Bakterien, die sich meist im Nasenrachenraum festsetzen. Sie sind der häufigste Erreger einer Lungenentzündung. Laut Schätzungen des Robert Koch Instituts sterben jährlich in Deutschland mehr als 5.000 Menschen an einer Pneumokokken-Erkrankung. 

Kalte Lungenentzündung: Symptome, Dauer und Therapie

 

Wie kann eine Pneumokokken-Impfung gegen Corona helfen?

Eine Pneumokokken-Impfung hat gegen Corona oder die Lungenkrankheit Covid-19 keine Wirkung. "Aber gerade ältere und immungeschwächte Menschen erkranken an einer sogenannten Pneumokokkenpneumonie, einer schweren Form der Lungenentzündung, die nicht selten tödlich endet", sagt Lungenfacharzt Dr. Esser gegenüber dem WDR. "Richtig gefährlich wird die Pneumokokken-Pneumonie, wenn sie sich als bakterielle Superinfektion auf eine Infektion durch das Corona-Virus 'draufsetzt'." 

Ein weiterer Pluspunkt für die Impfung: Ein Arzt kann schneller eine Diagnose stellen, da er bei vorhandenem Impfschutz schneller Pneumokokken als Ursache ausschließen kann. 

 

Wer sollte sich jetzt gegen Pneumokokken impfen lassen? 

Laut dem Robert Koch Institut sind besonders Kleinkinder in den ersten zwei Lebensjahren und ältere Menschen ab 60 Jahren gefährdet. Menschen mit chronischen Krankheiten der Lunge und des Herzens sowie einer behandlungsbedürftigen Diabetes oder bestimmten neurologischen Krankheiten zählen ebenfalls zur Risikogruppe und sollten sich impfen lassen. 

Eine Pneumokokken-Impfung ist also durchaus sinnvoll, viele Hausärzte haben den Impfstoff auch vorrätig, sodass die Impfung meist von einem Tag auf den anderen durchgeführt werden kann. 

Weiterlesen: 

Kategorien: