Schock-PrognoseCorona-Wirtschaftskrise: Fast jeder fünfte Job in Gefahr

Wie wird sich die Corona-Krise auf die Wirtschaft auswirken? Aktuelle Zahlen deuten nun extreme Konsequenzen an.

Obwohl erst kürzlich neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen wurden, haben die Beschränkungen der vergangenen Wochen deutliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Einige Unternehmen mussten den Betrieb komplett einstellen, andere in Kurzarbeit gehen.

 

Corona-Wirtschaftskrise: Düstere Progonosen für die Zukunft

Im April ist die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auf 2,644 Millionen gestiegen - 308.000 mehr im Vergleich zum März. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich zudem um 0,7 Punkte auf 5,8 Prozent. Hinzukommt: Laut der Bundesagentur für Arbeit haben 751.000 Unternehmen bis Ende April für 10,14 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet.

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Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage: Welche Folgen hat die Krise auf lange Sicht für die Wirtschaft? Die Beratungsgesellschaft McKinsey hat eine neue Studie veröffentlicht, die eine düstere Prognose für die Zukunft stellt. In der EU und Großbritannien sind durch die Pandemie bis zu 59 Millionen Jobs in Gefahr – das sind 26 Prozent und damit jeder vierte Job!

 

In Deutschland könnte jeder fünfte Job gefährdet sein

Speziell für Deutschland deuten die Zahlen ebenfalls eine dramatische Entwicklung an. Die Bundesagentur für Arbeit geht in der Spitze von bis zu acht Millionen Kurzarbeitern aus. Damit wäre durch die Krise hierzulande fast jeder fünfte Job gefährdet. Zusätzlich könnte die Zahl der Arbeitslosen um 200.000 im Jahresdurchschnitt steigen.

Diese Zahlen bereiten auch den Politikern große Sorgen, denn die Bundesagentur für Arbeit hat rund 26 Millionen Euro Rücklagen, doch die würden nicht reichen, sollten die Szenarien wirklich so eintreten. "Wir hätten einen Finanzbedarf zwischen vier und fünf Milliarden Euro aus den Mitteln des Bundes in diesem Jahr", so der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Ob diese Extrem-Situation mit vielen Insolvenzen und neuen Arbeitslosen verhindert werden könne, hänge deshalb entscheidend davon ab, wie lange die Krise noch dauere, so Scheele.

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Eine Möglichkeit, wie die Schäden für die Wirtschaft abgefedert werden könnten, sieht Bundesfinanzminister Olaf Scholz in der Erhöhung der Steuern für besonders vermögende Bürger. "Das bleibt unser Ziel und das wird ganz sicher auch in unserem nächsten Wahlprogramm stehen“, so Scholz.

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