Chaos in der KriseCoronavirus: Deutsches Labor muss 2.000 Tests wiederholen

Mitten im Kampf gegen das Coronavirus kam es in einem privaten Labor in Baden-Württemberg zu einem peinlichen Vorfall: 2.000 Corona-Tests müssen wiederholt werden, weil die nötigen Chemikalien nicht vorrätig waren.

Inhalt
  1. Corona-Test: Deutschland federführend
  2. 2.000 Proben: Unbrauchbar
  3. Betroffene Landkreise

Während der Corona-Krise liegen die Nerven der meisten Menschen sowieso schon blank. Der aktuelle Fauxpas in einem privaten Labor in Baden-Württemberg kommt dabei mehr als ungelegen: 
Weil nicht ausreichend Chemikalien für die durchzuführenden Corona-Tests vorrätig waren, konnten 2.000 Proben von vermeintlichen Erkrankten nicht rechtzeitig bearbeitet werden. 

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Corona-Test: Deutschland federführend

Der erste weltweite Corona-Test stammt aus Deutschland. Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité und Leiter des Konsiliarlabors für Coronaviren in Berlin, hatte ihn Anfang Januar 2020 gemeinsam mit seinem Team entwickelt. 
Wie genau das Testverfahren für SARS-CoV-2 und die daraus resultierende Lungenkrankheit Covid-19 abläuft, kannst du hier nachlesen.  

Um feststellen zu können, ob ein Patient mit dem Coronavirus infiziert ist, braucht ein Labor in der Regel vier bis fünf Stunden – wenn die Proben rechtzeitig bearbeitet werden. 

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2.000 Proben: Unbrauchbar

Im Fall eines privaten Labors in Baden-Württemberg kam nun aber alles ganz anders. 
Vor Ort waren nicht genügend Chemikalien für die Corona-Tests vorrätig, weswegen 2.000 Proben nicht rechtzeitig bearbeitet werden konnten. Diese Proben sind inzwischen nicht mehr verwertbar, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Sonntagabend mitteilte.

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Betroffene Landkreise

Die 2.000 Proben stammten laut Aussagen des Gesundheitsministeriums aus Tübingen, Biberach, Ravensburg sowie dem Bodenseekreis. 
Menschen, die sich zwischen dem 14. bis 18. März 2020 dort auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus haben testen lassen, sind dazu aufgerufen, den Test wiederholen zu lassen, sofern noch Symptome vorliegen. 

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