Impfstoff-TestCoronavirus: Freiwillige infizieren sich für Mega-Summe mit Virus

Auf der Suche nach einem Impfstoff, bietet ein Londoner Labor Freiwilligen eine hohe Geldsumme an, wenn sie sich mit dem Virus anstecken lassen. 

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"Lust auf das Coronavirus?" - so oder ähnlich könnte die Anzeige eines Londoner Labors gelauten haben. Forscher haben dazu aufgerufen, sich freiwillig mit dem Covid-19-Virus zu infizieren - um einen Impfstoff entwickeln zu können. Bisher sollen sich laut RTL über 10.000 Menschen gemeldet haben. Die Entschädigungssumme für die Strapazen: Umgerechnet 4000 Euro.

 

Coronavirus-Freiwillige: Krank, aber Geld auf dem Konto

Die Testpersonen durchlaufen nach Informationen von RTL mehrere Blutuntersuchungen und Antikörpertests, bevor Ärzte und Wissenschaftler entscheiden, ob sie für den Corona-Versuch überhaupt in Frage kommen. Wer ausgewählt wird, wird abgeschirmt von der Außenwelt im Hochsicherheitslabor namens "Flucamp" für 14 bis 16 Tage unter ärztlicher Betreuung leben.

Sobald sich das Coronavirus dann im Körper ausbreitet, werden die Probanden mit Husten, Fieber und anderen Symptomen zu tun haben. Doch mal abgesehen von der Geldsumme, preist Laura Krizman, Leiterin des Londoner Forschungslabors, den Alltag der Testpersonen als "interessanten Aufenthalt" an. "Sie lesen viel, einige arbeiten oder studieren, andere spielen am Computer oder sehen fern oder schauen sich Filme an." Na, dann ...

Coronavirus: Freiwillige infizieren sich für Mega-Summe mit Virus
Ein Londoner Labor sucht Freiwillige, die sich mit dem Coronavirus anstecken lassen.
Foto: iStock/narvikk
 

Corona-Impfstoff: Drohen Nebenwirkungen?

Die Versuchsreihe startet bald mit 24 Freiwilligen. Es sollen aber noch einige hundert Personen hinzukommen. Bis ein geeigneter Impfstoff entwickelt ist, kann es allerdings noch dauern. "Es ist sehr schwer einen Impfstoff zu entwickeln, wir brauchen dafür eine ganze Reihe von Tests. Erst müssen wir das Virus genau kennenlernen, bevor wir einen Impfstoff entwickeln können", erklärt Dr. Andrew Catchpole. Der Wissenschaftler ist Leiter des Forschungsunternehmens Hvivo, bei dem Pharmafirmen weltweit Medikamente und Impfstoffe testen lassen. Oberste Priorität bei einem Impfstoff seien keine gefährlichen Nebenwirkungen. 

Das Londoner Labor hofft, bis zum Winter einen geeigneten Impfstoff entwickelt zu haben.

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