Gefährliche LügenCoronavirus: WhatsApp-Kettenbrief verbreitet Fake News

Die weltweite Angst vor dem Coronavirus wird durch einen aktuellen WhatsApp-Kettenbrief massiv verstärkt. Auch auf Facebook kursieren angebliche Enthüllungsschreiben, die voller Fake News stecken.

Inhalt
  1. Kettenbrief verbreitet falsche Informationen 
  2. Fake News zum Umgang mit dem Coronavirus
  3. Kettenbriefe nicht lesen und nicht weiterleiten

Keine Frage: Das Coronavirus darf Angst machen. Die aktuellen Zahlen zu den weltweiten Infektionen und Todesfällen, die unter anderem die Johns Hopkins University täglich aktualisiert, wirken, als hätte das Virus die gesamte Welt fest im Griff. 

Genau diese Verunsicherung machen sich einige Spinner nun vermehrt zunutze und schüren mit Kettenbriefen die Panik in der Bevölkerung. 

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Kettenbrief verbreitet falsche Informationen 

Dabei stehen in diesen Schreiben nichts als Unwahrheiten. In einem aktuellen WhatsApp-Kettenbrief sind einzelne "Arzttipps" aufgelistet. Unter anderem heißt es in einem wohl bewusst schlechtem Deutsch: 

"Dieses Wuhan-Virus ist nicht hitzebeständig und tötet bei einer Temperatur von 26-27 Grad. Trinken Sie deshalb mehr heißes Wasser. Um geschützt zu sein, können Sie Ihren Freunden und Verwandten sagen, dass sie mehr heißes Wasser trinken sollen. Geh raus in die Sonne. In letzter Zeit ist es sehr angenehm, kaltes und heißes Wasser zu trinken. Dies ist keine Heilung und gut für den Körper. Warmes Wasser zu trinken ist bei allen Viren wirksam. Versuche nicht mit Eis zu trinken, denk dran!"

Experten vermuten, dass die schlechte Grammatik den Lesern die Echtheit des Schreibens beweisen soll: Der Brief stammt angeblich von einem Menschen, der Kontakt zu Ärzten hat, die in Wuhan, dem Ursprungsort des Coronavirus', arbeiten. 

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Fake News zum Umgang mit dem Coronavirus

Das Bedenkliche an diesen Kettenbriefen sind die Tipps zum Umgang mit dem Coronavirus. Nicht nur heißes Wasser soll schützen, auch Atemmasken werden als idealer Schutz angepriesen – dabei steht längst fest, dass ein Mundschutz nicht vor einer Ansteckung bewahren kann.

Noch abwegiger sind die Tipps, die in einem Kettenbrief auf Facebook zu lesen sind. Darin wird besorgten Lesern zum Beispiel ein Selbsttest ans Herz gelegt:
Man solle die Luft für mindestens 10 Sekunden anhalten – hustet man danach nicht, ist man nicht mit Corona infiziert. 

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Kettenbriefe nicht lesen und nicht weiterleiten

Experten raten dringend davon ab, Kettenbriefen mit Fake News Glauben zu schenken. Die darin enthaltenen Informationen dienen allein der Panikmache. 

Wer sich informieren will, kann dies zum Beispiel online beim Robert Koch Institut (RKI) tun. Die selbstständige deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten liefert regelmäßig Risikobewertungen für Deutschland, beantwortet FAQs rund um das Coronavirus, erstellt Übersichten über Fallzahlen und vieles mehr.  

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