ChinaCoronavirus: Zahl der Todesopfer steigt - Erster Verdacht in Bremen!

Das Coronavirus in China forderte nun weitere 24 Menschenleben. Damit ist die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit auf 80 angestiegen. Ist die Krankheit noch zu stoppen?

Inhalt
  1. Coronavirus: Weitere Fälle in diesen Ländern gemeldet
  2. Coronavirus: 56 Millionen Menschen stehen unter Quarantäne
  3. Wuhan: So kämpft China gegen das Coronavirus
  4. Coronavirus: So ist die Lage in Deutschland
  5. Schütze dich vor dem Coronavirus

Die Zahl der Todesopfer durch den Coronavirus in China ist um weitere 24 auf bisher insgesamt 80 gestiegen. Die registrierten Krankheitsfälle belaufen sich inzwischen auf mehr als 2.700. Die neuartige Lungenkrankheit ist mittlerweile auch in Europa angekommen: Frankreich meldete am Wochenende drei Fälle.

+++Update: Bremen meldet Verdachtsfall+++

Aus Bremen wurde ein Verdachtsfall auf das Coronavirus gemeldet. Das berichtet u.a. das Portal bunten un binnen. Laut Gesundheitsamt handelt es sich um eine 27-jährige Frau aus der Hansestadt, die die als Touristin in China war. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass sich die Frau tatsächlich infiziert habe, dennoch greifen sämtliche Vorsichtsmaßnahmen

 

Coronavirus: Weitere Fälle in diesen Ländern gemeldet

Auch in den USA wurden Krankheitsfälle gemeldet. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC in Washington seien bisher fünf Menschen erkrankt. Weitere Infektionsfälle wurden außerdem aus Japan und Australien gemeldet. In Kanada gibt es laut Informationen der Zeit einen "vorläufigen Fall". Die Erkrankten sind wohl zuvor in der chinesischen Region Wuhan gewesen und schleppten das Virus anschließend in die besagten Länder ein. Die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei gilt als Ausgangspunkt des Coronavirus

Coronavirus: Zahl der Todesopfer steigt auf 80
Ihr kronenartiges Aussehen gab ihnen den Namen: Das Coronavirus breitet sich rasant aus.
Foto: iStock
 

Coronavirus: 56 Millionen Menschen stehen unter Quarantäne

Während sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch uneinig ist, ob sie wegen des Coronavirus den "Internationalen Gesundheitsnotstand" ausrufen soll, reagieren die chinesischen Behörden mit drastischen Reisebeschränkungen, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.

Noch vor vier Tagen betrug die Zahl der Krankheitsfälle 550 und 17 Infizierte sind bis dato an dem Virus gestorben. Jetzt stieg die Zahl drastisch an auf 2700 infizierte Menschen, sowie 80 Todesfälle. Neil Ferguson, Experte für öffentliche Gesundheit am Imperial College London, sagte dem Guardian allerdings, dass bereits 100.000 Menschen infiziert sein könnten

 

Wuhan: So kämpft China gegen das Coronavirus

Um die Verbreitung des Virus zu verhindern, sind von den Behörden strenge Reisebeschränkungen verhängt worden. So steht die zentralchinesische Provinz Hubei unter Quarantäne - 56 Millionen Menschen sind betroffen. Öffentliche Verkehrsmittel, wie Busse, U-Bahnen, Züge, Fähren und der Flugverkehr sind vorerst gestoppt worden. Gleichzeitig werden in Wuhan zwei provisorische Krankenhäuser mit jeweils etwa 1.000 Betten gebaut.

"Wir werden die Ausbreitung der Krankheit entschieden bekämpfen. Wir wollen sicherstellen, dass sich das Virus weder innerhalb noch außerhalb der Stadt ausbreitet", kündigte Wuhans Bürgermeister Zhou Xianwang an. 

Coronavirus
Viele Menschen in Wuhan tragen Mundschutz, um sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Mittlerweile dürfen die unter Quarantäne gestellten Einwohner die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr benutzen.
Foto:  NOEL CELIS/AFP via Getty Images
 

Coronavirus: So ist die Lage in Deutschland

In Deutschland hatte es einen Verdachtsfall in Berlin gegeben, der sich nicht bestätigte. Nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) sei Deutschland gut vor dem neuen Coronavirus geschützt. Dank Übungen sei man "sehr gut gewappnet" sagte der Präsident des RKI, Lothar Wieler, am Montag (27.1.) im ZDF-"Morgenmagazin". Ganz so gelassen sieht man die Lage an der Berliner Charité nicht: "Wir müssen damit rechnen, dass wir Fälle nach Deutschland bekommen und wir müssen uns im gesamten Gesundheitssystem darauf vorbereiten", betonte der Virologe Christian Drosten gegenüber dem Deutschlandfunk. 

 

Schütze dich vor dem Coronavirus

Keine Sorge: Das Coronavirus ist nicht zwangsweise tödlich. Bei gesunden Menschen verläuft die Erkrankung in der Regel mit milden grippeähnlichen Symptomen, wie Husten und Schnupfen. Nur bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln, die dann in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Das betrifft vor allem Menschen mit Vorerkrankungen und einem schwachen Immunsystem. 

Das Robert-Koch-Institut rät zu einer guten Händehygiene, sowie zum Abstandhalten bei Husten- und Niesen. "Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten." Das Coronavirus ist von Mensch-zu-Mensch übertragbar - wie, ist allerdings unklar.

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