Man hätte ihn längst finden könnenDaniel Küblböck: Kapitän meint: "Man hätte Küblböck längst finden können"

Die Nachricht vom vermissten Daniel Küblböck dominiert die Medien am heutigen Montag. Der Musiker soll am Sonntagmorgen kurz vor Neufundland vom Bord eines AIDA-Kreuzfahrtschiffes gesprungen sein. Die Suche war bisher erfolglos. Nun wurden bereits erste kritische Stimmen laut.

Die bisherige Suche nach Daniel Küblböck blieb ohne Ergebnisse. Ein Umstand, den nicht jeder nachvollziehen kann. Der ehemalige Schiffskapitän und Kreuzfahrt-Experte Wolfgang Gregor ist sich nämlich sicher: „Man hätte Küblböck längst finden können.“

Gegenüber der Rheinischen Post aus Düsseldorf kritisiert der Ex-Kapitän die Kreuzfahrt-Reederei und erklärt: „Moderne Mann-über-Bord-Infrarotsysteme reagieren in Echtzeit. Deshalb gehe ich davon aus, dass man Daniel Küblböck damit längst hätte finden können.“

Diese Systeme beinhalten eine Infrarot-Kamera, die sofort bemerken, wenn ein Mensch über Bord geht. Diese Information wird dann mit entsprechenden GPS-Koordinaten an die Brücke des Schiffes weitergeleitetet. Allerdings haben die meisten Kreuzfahrtschiffe ein solches System nicht installiert.

„Es ist für die Reedereien eine finanzielle Frage. Die Systeme sind nicht billig“, erklärt Gregor. „Gleichzeitig muss man sich fragen, wie man an der Sicherheit der Passagiere sparen kann, wenn allein der Bau eines großen Kreuzfahrtschiffes bis zu 1,3 Milliarden Dollar kostet.“

Die Chancen Daniel Küblböck im nur 10,5 Grad kalten Wasser zu finden, werden mit jedem Moment geringer.

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