Zu spät aufgestanden?Darum zeigten so viele Radiowecker und Herduhren die falsche Zeit an

Wer in letzter Zeit morgens einige Minuten zu spät dran war, weil der Radiowecker nachging, hat sich vielleicht gewundert. Wir erklären, was hinter der falschen Zeitangabe steckte.

Einge über Steckdosen betriebene Uhren von Radioweckern, Herden und Mikrowellen zeigten in den letzten Wochen auf einmal eine spätere Zeit an. Das hatte einen - Achtung, jetzt wird's technisch - speziellen Grund: Die Elektrogerät haben keinen eigenen Taktgeber, da das die Hersteller mehr Geld kosten würde. Daher richten sich Wecker und Co. an die Frequenz der Netzspanung von 50 Hertz der Stromanbieter. Bislang zeigten die Uhren eine zuverlässige Zeitangabe an. Doch Energieknappheit sorgt jetzt für die falschen Uhrzeiten.

Darum zeigten so viele Radiowecker und Herduhren die falsche Zeit aniStock

Wenn mehr Strom verbraucht, als dass er ins Netz eingespeist wird, sinkt die Frequenz leicht. Das gleichen Stormversorger jedoch meistens aus. Doch genau daran hapert es im Moment; die Betreiber speisen zu wenige Strom aus etwa Gaskraftwerken nach. 

Warum das so ist, ist derzeit noch unklar. Das Portal heise.de vermutet dahinter zu teuere Kosten für die Stromanbieter. "Zwar ist die Kilowattstunde am Spotmarkt mit aktuell 4 Cent im Intraday-Geschäft erheblich billiger als an der heimischen Steckdose. Dennoch dürfte den Akteuren das vollständige Ausgleichen der Netzfrequenzabweichung durch dort eingekaufte, aber eventuell dann doch nicht abgerufene Stromreserven schlicht zu teuer sein." So kann es also sein, dass netzsynchronisierte Uhren bis zu sechs Minuten nachgehen. "Der Leistungsmangel scheint aktuell ein Dauerzustand zu sein."

Heise rät Verbrauchern mit Synchronuhren daher, diese häufiger nachzustellen oder durch ein funkgesteuertes Modell zu ersetzen. 

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