Gandalf oder AnakinDas sind die kuriosesten Babynamen aus Deutschland

Babynamen können ziemlich skurril sein! Welche Namen es bisher auf die Geburtsurkunden geschafft haben ist wirklich erstaunlich. 



Erst kürzlich sorgte in Hessen ein Babyname für Aufsehen. Eltern wollten ihren Sohn Lucifer nennen und mussten es sich anders überlegen
In Deutschland gibt es laut Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) keine direkten Namensverbote, weil die Namensgebung nicht per Gesetz, sondern lediglich durch Richtlinien festgelegt ist. Ob ein Name es bis auf die Geburtsurkunde schafft, liegt jedoch im Ermessen des Standesbeamten. Könnte der Name das Kindeswohl in irgendeiner Weise gefährden, kann dieser den Namenswunsch ablehnen oder die Klärung an die nächst höhere Ebene, nämlich das Gericht, abgeben. Das Amtsgericht entscheidet dann über die Zulässigkeit des Namens. 

Dennoch versuchten es viele Eltern bereits mit den skurrilsten Namen und hatten erstaunlicherweise immer wieder Erfolg damit. Hierbei erfreuen sich vor allem Namen aus den Lieblingsfilmen der Eltern großer Beliebtheit, sodass es bereits Namen wie Gandalf, Arizona oder Anakin auf die Urkunde geschafft haben. Für diese Namen kann vielleicht noch der ein oder andere Standesbeamte Verständnis aufbringen. Warum Novalis, Kastanie oder Magenta allerdings auf den Standesämtern durchgewinkt worden sind, scheint nahezu unerklärlich. 
Aber damit noch nicht genug. 2016 schafften es außerdem die Namen Schnuckelpupine, Xantippe, Prinz-Gold, Neymar, Buckminster, Godsgift und Sequoia auf deutsche Geburtsurkunden. Ob man es mit diesem Namenswunsch allerdings nochmal schaffen würde, bleibt fraglich. 

 

Keine Chance für Dracula, Zecke und Borussia

Einige Standesbeamte und Amtsgerichte schafften es aber auch den kuriosen Wünschen der Eltern Einhalt zu gebieten. Eine klare Linie lässt sich bei Namen wie Zecke, Dracula, Borussia und Vespa erkennen. Diese Namen galten als unzulässig, ebenso wie Husqvarna, Holunda, Ulme, Uwelia, Pims, Univers, Westend und Schröder
Warum es Namen wie Xantippe oder Kastanie schaffen und Uwelia aus dem Raster fällt, ist schwer zu erklären. Neben dem Ermessen des Beamten liegt immer auch eine Einzelfallprüfung vor. Die Eltern werden bereits vorab über mögliche Probleme eines Vornamens aufgeklärt. Außerdem könnte auch eine rührende Geschichte der Eltern dafür gesorgt haben, dass der Standesbeamte sich dann doch mit dem gewählten Namen angefreundt hat. Ein bisschen Überzeugungskraft ist also bei der Namensgebung auch gefragt. 

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