VirenDas Usutu-Virus sucht Deutschland heim

Ein gefährlicher Virus sorgt in Bayern für ein massenhaftes Sterben von Amseln.

In Nürnberg wurden in den letzten Wochen dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereits 55 tote Amseln gemeldet. Bei vier der Tiere konnte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) jetzt das Usutu-Virus nachweisen. Dabei handelte es sich um zwei Amseln, einen Kleiber und einen Bartkauz. Infizierte Tiere werden apathisch und verlieren ihr Gefieder am Hals.

Das Virus wird genau wie das West-Nil-Virus durch Stechmücken übertragen und kommt vor allem in Afrika, Südostasien oder Südamerika vor. Bereits im Jahr 2011 sorgte das Virus in Unterfranken für ein Massensterben von Amseln. Markus Erlwein (41), Sprecher beim LBV erklärte aber gegenüber Bild: „Es kann zu einem Einbruch im Amselbestand kommen. Aber wir haben vier Millionen Amseln in Bayern, aussterben werden sie nicht.“

Für Menschen ist das Virus in der Regel nicht gefährlich. Fieber oder Kopfschmerzen können aber in Ausnahmefällen vorkommen.

Wer einen toten Vogel findet, sollte ihn dennoch nicht mit den Händen anfassen, sondern Handschuhe benutzen. Werden gleich mehrere tote Tiere gefunden, sollte man laut dem LGL das zuständige Veterinäramt verständigen.

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