Neue Mischvariante

Deltakron: Was wir über die Delta-Omikron-Kreuzung wissen

In Großbritannien wurden mehrere Fälle einer neuen Corona-Variante nachgewiesen. Ist Deltakron gefährlicher als Delta oder Omikron?

Deltakron: Was wir über die Delta-Omikron-Kreuzung wissen
Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Gerade schien es, als hätte man die schlimmste Zeit der Pandemie überstanden. Denn: Tag für Tag sinkt die bundesweite Inzidenz. Doch nun wurden in Großbritannien mehrere Fälle einer neuen Corona-Variante nachgewiesen. Wie gefährlich ist die Kreuzung aus der Omikron- und der Delta-Variante wirklich? Und schlittern wir geradewegs in eine neue Welle?

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Bereits Anfang des Jahres wollten Forscher*innen auf Zypern die Verschmelzung der beiden Corona-Varianten Delta und Omikron entdeckt haben. Später folgte die Erleichterung: Deltakron existiere offenbar doch nicht. Die vermeintliche Deltakron-Variante war ein Laborfehler, hieß es. Das hat sich nun geändert!

Mittlerweile wurden in Großbritannien mehrere Fälle von Deltakron nachgewiesen, wie die UK Health Security Agency (UKHSA), die britische Behörde für Gesundheitsschutz und Infektionskrankheiten mitteilte.

Große Besorgnis löste die Corona-Variante unter Expert*innen bislang allerdings nicht aus. Deltakron würde "keine allzu große Bedrohung darstellen", da mit keiner größeren Ausbreitung der neuen Mischvariante zu rechnen ist, so Professor Paul Hunter, ein Experte für Infektionskrankheiten an der University of East Anglia gegenüber der "DailyMail".

Sollte Deltakron jedoch jene Corona-Variante sein, die "eine neue, heftige Welle auslöst, mit der das Gesundheitssystem an seine Grenzen gebracht wird", würde die Pandemie erneut drastisch an Fahrt aufnehmen.

Zwar sei dieses Szenario "nicht das wahrscheinlichste, aber das schlimmste Szenario, auf das wir uns aber vorbereiten müssen", so General Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, gegenüber der "Wirtschaftswoche".

Stärkste Eigenschaften "aus beiden Welten": Christian Drosten warnt vor Corona-Rekombination

Auch Virologe Christian Drosten (49) warnt gegenüber dem "Deutschlandfunk" vor einer gefährlichen Corona-Rekombination. Es sei vorstellbar, dass zukünftig ein Virus entstehe, dass das "Spike-Protein vom Omikron-Virus trägt, um weiterhin diesen Immunvorteil zu genießen, aber den Rest des Genoms vom Delta-Virus hat", sodass die stärksten Eigenschaften "aus beiden Welten" zusammenkommen.

Ob die in Großbritannien nachgewiesene Deltakron-Variante genau diese Merkmale geerbt hat, ist bislang unklar.

Darf man nach der Corona-Impfung Sport machen oder Alkohol trinken? Mehr dazu erfahrt ihr im Video:

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