Viel zu teuerDeutsche Handytarife fallen bei internationalem Preisvergleich durch

Marktforscher der finnischen Firma Rewheel haben einen internationalen Preisvergleich bei Handytarifen durchgeführt. Das Ergebnis haut uns um.

Jeder von uns hat sich schon darüber geärgert, wenn das Datenvolumen mal wieder aufgebraucht ist und die Geschwindigkeit vom Anbieter gedrosselt wird. Doch wie sich jetzt zeigt, sind es vor allem die deutschen Smartphone-Nutzer, die sich besonders häufig über dieses Problem ärgern.

Wie eine internationale Gegenüberstellung von Handytarifen durch die Firma Rewheel verrät, wird den Endverbrauchern in der Bundesrepublik für relativ viel Geld vergleichsweise nur ein sehr geringes Datenvolumen geboten.

Verglichen wurden Tarife aus ganz unterschiedlichen Ländern, die alle höchstens 30 Euro im Monat kosten und dafür eine möglichst hohes Datenvolumen bieten.

Wie Bild.de berichtet, ist es in Deutschland möglich für 19,99 Euro über ein monatliches Datenvolumen von 6 GB zu verfügen. Das klingt zuerst nach viel, doch eigentlich ist es das nicht.

In Österreich sind beispielsweise für den gleichen Preis 30 GB möglich. Dänische Smartphone-Nutzer müssen nur 15,47 Euro bezahlen und haben dafür gar keine Begrenzung. So geht es auch den Estländern, die 21,99 Euro bezahlen. Drosselung? Das Wort verwendet man dort nicht.

Teurer wird es allerdings in der USA und in Kanada. Hier werden 23,18 Euro für 5 GB beziehungsweise 27,60 Euro für 4 GB fällig.

 

Warum sind die deutschen Handytarife so teuer?

Nach Angaben von Bild.de hätten die drei großen Netzbetreiber auf Nachfrage angegeben, dass die hohen Kosten für die Funklizenzen das Problem seien. Diese treiben den Endpreis für den Verbraucher in die Höhe. Über 60 Milliarden Euro hätten die Netzbetreiber seit 2000 an den deutschen Staat gezahlt. Die Kosten für die Lizenzgebühren holen sich die Betreiber von ihren Kunden zurück.

 

(ww8)

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