KinderDie 5 häufigsten gut gemeinten Erziehungsfehler von Eltern

Keine Eltern sind perfekt. In der Erziehung der Kinder unterlaufen Müttern und Vätern auch mal Fehler. Die 5 häufigsten gut gemeinten Erziehungsfehler.

Inhalt
  1. Erziehungsfehler: Eltern wollen die besten Freunde des Kindes sein
  2. Erziehungsfehler: Eltern diskutieren zu viel mit dem Kind
  3. Erziehungsfehler: Eltern lassen sich von der Liebe zum Kind blenden
  4. Erziehungsfehler: Eltern schreiben ihrem Kind zu viel vor
  5. Erziehungsfehler: Eltern fördern ihr Kind nur einseitig

 

Erziehungsfehler: Eltern wollen die besten Freunde des Kindes sein

In der Regel bedeuten Kinder ihren Eltern die Welt. Sie sehen sich beinahe jeden Tag von der Geburt bis zum Auszug des Kindes. Klar, dass Eltern von ihren Kindern ebenso geliebt werden möchten. Sie möchten, dass die Kinder sie mögen, cool finden, ihnen vertrauen und alles erzählen - kurzum: Eltern möchten mit ihren Kindern befreundet sein.

In (guten) Freundschaften herrscht jedoch keine Hierarchie. Keiner setzt dem anderen Grenzen. Die Eltern werden nachgiebig, um die Freundschaft zu ihrem Kind aufrecht zu erhalten.

Das Problem dabei: Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen, die von den Eltern klar festgesetzt werden müssen. Eltern müssen auch mal den "bösen" Part übernehmen und der 14-jährigen Tochter verbieten, die Nacht durch zu feiern.

Wichtiger als eine Art Freundschaft zum eigenen Kind ist der Wille, die richtigen Konsequenzen aus dem Verhalten des Kindes zu ziehen. Eltern dürfen keine Angst davor haben, dass ihr Kind sie dann "doof" oder "uncool" finden könnte. Sie müssen in ihrer Eltern-Rolle bleiben statt in die Freunde-Rolle zu gleiten.

 

Erziehungsfehler: Eltern diskutieren zu viel mit dem Kind

Vielen Eltern passiert es, dass sie sich auf lange Diskussionen mit ihrem Kind einlassen. Sicher gibt es bestimmte Themen, wo eine ausgiebige Aussprache nötig und förderlich ist. Doch das ist nicht immer der Fall.

Wenn es darum geht, eine bestimmte Verhaltensweise des Kindes zu unterbinden, ist eine Diskussion oft fehl am Platz. In solchen Situationen müssen Eltern einfach mal "hart" sein und durchgreifen. Tut man es nicht, läuft man Gefahr, dass das Kind immer wieder das unerwünschte Verhalten an den Tag legt und die elterlichen Argumente trotzig abwehrt.

Eltern müssen in vielen Situationen abwägen, ob eine Diskussion für die Entwicklung des Kindes förderlich oder destruktiv ist.

 

Erziehungsfehler: Eltern lassen sich von der Liebe zum Kind blenden

Liebe macht blind - und das gilt nicht nur für die Liebe zwischen Frau und Mann, sondern erst recht für die Liebe zum eigenen Kind. Häufig beobachten Eltern ihr Kind durch die rosarote Brille, sehen in der Tochter die fleischgewordene Perfektion und in dem Sohn den erträumten Musterschüler.

Äußern Außenstehende wie Lehrer oder Freunde Kritik an dem Sprössling, neigen viele Eltern dazu, direkt einen Gegenangriff zu starten, statt die Kritik zu überdenken. Das ist zwar verständlich, für das Kind aber unter Umständen schädlich. Denn in der Regel haben (vertraute) Außenstehende eine objektivere Sichtweise auf das Verhalten oder die Entwicklung des Kindes. Sie sind unvoreingenommen, weil sie nicht durch enorme Liebe geblendet werden.

Manchmal ist die Kritik am Kind verständlich. Dann sollten Eltern sie zum Anlass nehmen, sich einem möglichen Problem zu stellen und es zu lösen, bevor es eskaliert.

 

Erziehungsfehler: Eltern schreiben ihrem Kind zu viel vor

Wenn Kinder etwas probieren und scheitern, neigen viele Eltern dazu, ihnen zur Hilfe zu kommen. Hat das Kind ein Problem, versuchen viele Eltern es "mal eben schnell" für das Kind zu lösen, statt das Kind selbst überlegen zu lassen.

Das ist allerdings einer der häufigsten und gravierendsten Fehler in der Kindeserziehung. Um Selbstvertrauen, Stärke und Frustrationstoleranz zu erlernen, müssen Kinder Scheitern lernen. Sie müssen lernen, dass Dinge oft nicht beim ersten Mal gelingen, aber mit etwas Geduld und Willensstärke doch geschafft werden können.

Greifen Eltern zu schnell in die Problem(lösung) der Kinder ein, berauben sie sie einer wichtigen emotionalen Entwicklung.

 

Erziehungsfehler: Eltern fördern ihr Kind nur einseitig

Immerzu lesen und hören Eltern den Ratschlag, sie mögen die Stärke des eigenen Kindes ausfindig machen und sie gezielt fördern. Das mag zwar wichtig und richtig sein. Doch viele Eltern vergessen dabei, auch andere Interessen und Fähigkeiten des Kindes zu entdecken und zu fördern.

Oft schlummern in einem jungen Menschen mehr als nur ein Talent. Vielleicht kann der Junge nicht nur gut Fußball spielen, sondern würde mit einer ebenso großen Leidenschaft auch Gitarre erlernen? Vielleicht kann das Mädchen nicht nur prima Klavier spielen, sondern interessiert sich auch für Astronomie.

Es liegt an den Eltern, ihre Kinder möglichst viel entdecken zu lassen, um ihre Talente und Interessen zu erforschen.

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(ww7)

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