Die häufigsten Diabetes-Irrtümer

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Diabetes-Irrtümer

"Jeder Betroffene muss Insulin spritzen"

Nein. Gerade zu Beginn der Diabetes ist es oft noch möglich, durch mehr Bewegung und eine Ernährungsumstellung den Blutzucker ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Gelingt das nicht mehr, werden in der nächsten Stufe Tabletten verordnet, die die körpereigene Insulinproduktion anregen.

Erst wenn auch die nicht mehr wirken, muss Insulin zugeführt werden. Bis es so weit ist, können einige Jahre vergehen.

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Diabetes-Irrtümer

"Mit dem Schlemmen ist es ein für alle Mal vorbei"

Überhaupt nicht. Diabetiker brauchen keine anderen Lebensmittel als gesunde Menschen und auch keine Spezialkost.

Die Ernährung sollte ausgewogen und vollwertig sein. In Maßen und bei der richtigen Medikamenteneinstellung sind auch Alkohol oder Süßigkeiten erlaubt.

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Diabetes-Irrtümer

"Mit Diabetes wird man völlig unspontan"

Das muss nicht sein. Auch wer Insulin braucht, kann flexibel bleiben. Dabei helfen moderne, künstliche Insuline ("Insulin-Analoga"). Während beim herkömmlichen Insulin jede Broteinheit im Vorhinein berechnet werden muss, ist man mit der neueren Variante freier. Einmal täglich wird ein langwirksames Basalinsulin gespritzt.

Und dann zur jeder Mahlzeit ein kurzwirksames. Ein Spritz-Ess-Abstand oder regelmäßige Zwischenmahlzeiten sind nicht mehr nötig.

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"An Diabetes ist man immer selbst schuld"

Es stimmt, dass Diabetes Typ II eine Zivilisationskrankheit ist. Ungesundes Essen , Übergewicht und Bewegungsmangel fördern die Stoffwechselstörung. Aber auch eine erbliche Veranlagung spielt durchaus eine Rolle. Diabetes Typ I können auch schlanke, sportliche Menschen bekommen.

Hier produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr - als Folge einer Autoimmunerkrankung oder auch aus genetischen Gründe.

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"Wer Diabetes hat, darf keinen Sport treiben"

Falsch. Es gibt sogar etliche erfolgreiche Leistungssportler, die Diabetiker sind. Bewegung ist sogar sehr wichtig.

Eine halbe Stunde Sport kann den Blutzucker bis zu 17 Stunden lang senken. Denn die Muskelaktivität schleust Zucker in die Zellen.

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"Barfuss laufen ist gefährlich"

Ja und nein! Diabetiker leiden häufig unter einer Erkrankung der Nerven und merken nicht, wenn sie sich an den Füßen verletzen (diabetische Polyneuropathie).

Darum sollten Sie nur dort barfuß laufen, wo es ungefährlich ist und weder Scherben noch Kronkorken herumliegen – in Ihren eigenen vier Wänden oder in Ihrem Garten.

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"Obst ist zu süß"

Es kommt auf die Menge an! Formen Sie Ihre Hände zu einer Schale. Was dort hineinpasst, ist die ideale Obst-Tagesmenge für Diabetiker . Setzen Sie auf Äpfel und Birnen, Orangen und Clementinen.

Mango, Kiwi und andere exotische Früchte lassen dagegen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen.

>> Schlank mit der Obst-Uhr-Diät

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"Restaurant ist zu riskant"

Nicht, wenn Sie clever bestellen. Kontrollieren Sie vor dem Essen Ihren Blutzuckerspiegel . Ist er zu hoch, sollten Sie ihn korrigieren (Spritze oder Tablette). Wählen Sie lieber Pellkartoffeln statt z. B. frittierte Kroketten.

Fragen Sie bei exotischen Gerichten und Salatsaucen nach dem Kohlenhydratanteil. Vorsicht mit Alkohol, er kann den Blutzucker abstürzen lassen!

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"Fernreisen sind tabu"

Das ist zum Glück längst überholt. Wichtig ist nur die Anpassung des Insulins an die neuen Gegebenheiten. Nehmen Sie die doppelte Menge des errechneten Insulins und der Teststreifen mit und verteilen Sie sie je zur Hälfte auf das Handgepäck und Ihren Koffer – so kommen Sie nicht in Schwierigkeiten, falls eine Tasche verloren geht.

Stimmen Sie mit Ihrem Arzt vorher ab, worauf Sie bei der landestypischen Kost achten müssen und holen Sie sich einen Diabetiker-Ausweis in der Landessprache (Infos dazu bei Bayer Diabetes Care unter Telefon: 08 00/5 08 88 22).

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"Nie wieder Zucker essen"

Faustregel: 30 bis 50 Gramm Zucker täglich sind okay, wenn Sie sich ansonsten ausgewogen und gesund ernähren. Halten Sie sich lieber an kleine Mengen Zucker statt bei Süßstoff und Fruchtzucker doppelt zuzugreifen.

Künstliche Süßstoffe sind ungesund und zu viel Fruchtzucker treibt die Bluttfettwerte in die Höhe.