HitzeDie heftigen Folgen des Super-Sommers

Die heiße Sonne macht es Europa schwer. In Deutschland brennt die Sonne mit bis zu 39 Grad Celsius hinunter und hinterlässt ihre Spuren. Und die Folgen des Super-Sommers sind heftig.

Inhalt
  1. Gesundheitliche Auswirkungen
  2. Dürre und Erntearmut
  3. Schlachtung von Vieh
  4. Blaualgen und drohendes Fischsterben
  5. Anhaltende Waldbrandgefahr
  6. Von Grün zu Braun in einem Monat

Laut dem Wetterdienst liegen die aktuellen Höchsttemperaturen zwischen 32 und 38 Grad Celsius. Und Deutschland, und auch Europa, leidet unter den hohen Temperaturen. Nicht nur den Menschen macht die Hitze zu schaffen, auch Tiere haben langsam Schwierigkeiten der Hitze standzuhalten.

 

Gesundheitliche Auswirkungen

Bei der Hitze, die draußen herrscht, habe es besonders Kinder, Schwangere und ältere Menschen große Schwierigkeiten. Während Kinder weniger schwitzen als Erwachsene und hitzeempfindlicher sind, müssen auch Schwangere besonders aufpassen, schreibt „Bild“. Besonders ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat sollen Frauen  viel Trinken (drei bis vier Liter) und, genauso, wie Kinder und ältere Menschen, lieber im Schatten bleiben. Wenn es sich machen lässt, sind Spaziergänge gut – aber erst ab 19 Uhr.

 

Dürre und Erntearmut

Weniger leicht scheint die Lösung für Bauern zu sein. Diese machen sich nämlich große Sorgen um ihre Ernte. Mit der Hitze kommt auch Dürre einher und sorgt für das Vertrocknen der Felder. Hohe Kosten und großer Arbeitsaufwand sind nötig, um die Felder zu  bewässern. Doch auch das klappt nicht immer. Landwirte fordern jetzt sogar Steuererleichterung und Subventionszahlungen, da die Ernte laut dem Bauernverband, nicht ausreichend ist.

 

Schlachtung von Vieh

Mit der mangelnden Ernte wird auch das Futter für die Tiere knapp. Auch die wollen gefüttert werden, doch langsam müssen Maßnahmen ergriffen werden. Laut einer Marktanalyse, so schreibt es die „Rheinische Post“, wurden im Juli 20 Prozent mehr Rinder geschlachtet. Üblich seien 17.000 bis 18.000 Schlachtungen die Woche, doch bisher sind es 21.000 Schlachtungen, sagte Marktanalyst Mathias Kohlmüller der „Rheinischen Post“. Die vermehrten Schlachtungen sorgen für eine Senkung des Fleischpreises. Und die Tendenz sinkt weiter. Futter zu kaufen wäre keine Option, da es zu aufwendig sei. Deswegen versuche man das Problem bei den Tieren anzugehen.

Dürre aufgrund der Hitze lässt Ernte verdorren.
Bauern klagen über die Hitze und die ausbleibende Ernte. 
Foto: iStock
 

Blaualgen und drohendes Fischsterben

Durch die steigenden Temperaturen erwärmen sich ebenfalls die Gewässer. Bäche, Seen und auch das Meer werden wärmer. Mit höherem Temperaturen sinkt der Wasserstand und auch der Sauerstoffgehalt, was es für Fische besonders schwer macht. Nicht nur einmal hatte die Feuerwehr Einsätze, um durch das Umwälzen von Seen den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. So schreibt beispielsweise die „Rundschau-Online“, dass die Feuerwehr in Bochum sich dem Stadtteich angenommen hat. Hier trieben bereits hunderte tote Tiere an der Oberfläche.

Für Blaualgen hingegen sind diese Temperaturen die beste Voraussetzung, um schnell zu wachsen. An mehreren Orten gibt es deswegen bereits Badeverbot. Bei Menschen lösen Blaualgen allergische Reaktionen aus.

 

Anhaltende Waldbrandgefahr

Auch nach dem Waldbrand bei Brandenburg bleibt die Waldbrandgefahr bestehen. Besonders Mittel- und Oberfranken seien betroffen. Hier werden Luftbeobachtungen durchgeführt, um der Gefahr möglichst schnell entgegenzuwirken, schreibt der „Bayrische Rundfunk“. Zu diesem Zweck bitten die Regierungen von Mittel- und Oberfranken darum auf offene Feuer und Rauchen in brennbaren Gebieten unbedingt zu verzichten.

 

Von Grün zu Braun in einem Monat

Das Ausmaß der Hitze zeigen vor allem die Satellitenbilder der Europäischen Weltraumorganisation. Von Grün zu Braun in einem Monat heißt es auf der Homepage der ESA. Die Unterschiede sind erschreckend. Grüne Flächen sind innerhalb eines Monats braun geworden. Die Felder der Bauern sind verdorrt sowie viele andere Grünflächen – und so schnell scheint es keine Besserung zu geben.

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