VerhütungDie Pille bleibt länger kostenfrei: Bis zum 22. Lebensjahr gratis verhüten

Jungen Frauen soll die Verhütung leichter gemacht werden. Ab sofort werden die Kosten für die Pille von der Krankenkasse bis zum 22. Lebensjahr übernommen. 

Das umstrittene Werbeverbot für Abtreibung ist seit Monaten Streitthema in der großen Koalition. Nun hat sich die Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf geeinigt und in diesem Zuge auch den Umgang mit der Pille neu geregelt. "Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Pille künftig zwei Jahre länger, bis zum 22. Geburtstag", gab Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag bekannt. Laut dem CDU-Politiker soll das jungen Frauen helfen, eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. 

 

Neue Regelung kostet die Krankenkassen Millionen

Auf die Krankenkassen kommen laut dem Entwurf, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, Mehrkosten von rund 40 Millionen Euro zu. Die Neuregelung zur Kostenübernahme der Pille ist Teil eines Gesetzentwurfs zum Werbeverbot für Abtreibungen - die Bundesregierung hat sich nach monatelangem Ringen darauf geeinigt: Das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche bleibt bestehen, Frauen sollen sich aber zukünftig leichter informieren können. 

Die Koalition habe sich auf die Eckpunkte bereits im Dezember geeinigt. Gesundheitsminister Spahn hält die verlängerte Bezahlung der Anti-Baby-Pille für eine gute Ergänzung im Rahmen des gefundenen Kompromisses. 

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