Öffentlich-rechtlicher RundfunkDie Rundfunkbeiträge sollen wieder teurer werden

Die RBB-Chefin Patricia Schlesinger sagte nun in einem Interview, dass sie für eine Erhöhung der Rundfunkgebühren sei - und sprach auch über mögliche Konsequenzen, falls die Kosten für die Kunden der öffentlich-rechtlichen Sender nicht steigen.

Bereits im Dezember 2017 sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm, dass die Rundfunkgebühren erhöht werden müssen. RBB-Intendantin Patricia Schlesinger äußerte sich nun gegenüber meedia.de auf die Frage, ob sie eine Steigerung der Kosten ebenfalls befürworten würde, so: "Ja, ich glaube, es bleibt uns gar nichts anderes übrig." Wenn das Programm in seiner Qualität so aufrecht erhalten werden solle, müssen die öffentlich-rechtlichen Beiträge erhöht werden. „Im Grunde ist es relativ einfach: Ohne zumindest einen Teuerungsausgleich drohen uns erhebliche Einschnitte ins Programm. Die will niemand, kein Intendant, keine Intendantin und am Ende sicher auch kein Zuschauer, keine Hörerin oder User.“ Zwar müsse die ARD auch Sparen, da "gibt es kein Vetum", sagte Schlesinger, dennoch müsse es nach acht Jahren "trotz aller Einsparbemühungen eine Erhöhung" geben.

 

Wann müssen wir mehr für die öffentlich-rechtlichen Sender zahlen?

Bis 2020 ist der Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio auf 17,50 Euro im Monat für alle Haushalt festgelegt. Es sei denn, Nutzer können sich von den Gebühren befreien lassen. Der SWR-Intendant Peter Boudgoust sprach sich im Mai 2017 für eine Erhöhung der Gebühren ab 2021 aus. Letztlich entscheiden die Länderchefs, ob es eine Steigerung der Kosten geben wird. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD äußerte sich so: "Als Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder setze ich mich dafür ein, eine Beitragserhöhung in 2020 möglichst zu begrenzen."

Den Sendern ARD und ZDF sowie dem Deutschlandradio stehen jährlich rund 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung.

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